Film-Premiere in Madrid Tsunami-Überlebende im Rampenlicht

Die Hollywood-Stars Naomi Watts und Ewan McGregor spielen die Hauptrollen in "The Impossible" - bei der Premiere in Madrid stand jedoch eine bisher Unbekannte im Rampenlicht: Maria Belón. Der Film erzählt die Geschichte ihrer Familie, die den Tsunami 2004 überlebt hat.

Getty Images

Madrid - "Wir sind hier, um an die zu denken, die nicht hier sein können, und an die Menschen, die jemanden verloren haben." Mit diesen Worten gedachte die Spanierin Maria Belón der Opfer des Tsunamis, der am 26. Dezember 2004 weite Teile Südasiens getroffen hat. Schätzungsweise 300.000 Menschen starben, Maria Belón, ihr Mann Enrique und ihre drei Söhne, die damals gerade in Thailand Urlaub machten, überlebten.

Auf Grundlage ihrer Geschichte entstand der Film "The Impossible", dessen spanische Version am Montag in Madrid Premiere hatte. Belón wird von Naomi Watts gespielt, die zusammen mit ihrem Mann Liev Schreiber und den beiden gemeinsamen Kindern nach Spanien gereist war. Vor der Vorführung des Films posierte der Hollywood-Star mit Maria Belón für die Fotografen.

Maria Belón wies am Rande der Premiere die Kritik zurück, der Film sei zu sentimental. Er bearbeite ein Thema von enormer Bedeutung und sei sehr "beherzt, nicht sentimental", sagte sie in einem Interview mit dem TV-Sender Telecinco.

Der Film zeigt, wie die voneinander getrennte Familie sich in dem Katastrophengebiet sucht und dabei von Fremden Unterstützung und Zuneigung erfährt. Bei der Weltpremiere auf dem Toronto Filmfestival im September war der Film mit stehenden Ovationen geehrt worden.

siu



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