Istanbul - Mitten im Zentrum von Istanbul stand am Dienstagmorgen ein Gebäude in Flammen, dichte Rauchwolken lagen über dem 42 Stockwerke hohen Polat Tower. In dem etwa 150 Meter hohen Gebäude im Viertel Besiktas auf der europäischen Seite der Stadt befinden sich rund 400 Wohnungen, außerdem Büros und Geschäfte.
Wenige Stunden später meldete das türkische Fernsehen, dass der Brand unter Kontrolle sei. Mehrere hundert Menschen wurden demnach gerettet, Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Das Fernsehen zeigte Bilder, auf denen die heftige Rauchbildung zu sehen ist, außerdem Trümmer, die auf den Boden fallen, während die Feuerwehr die Flammen bekämpft. Teile der Fassade lagen auf den Straße.
Wie die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtet, sollen sich während des Feuers viele Menschen in dem Gebäude aufgehalten haben. Die Straßen rund um den Polat Tower seien gesperrt gewesen, umliegende Tankstellen evakuiert worden. Rettungskräfte setzten Löschhubschrauber ein, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Nach der Brandursache wird jetzt geforscht. Istanbuls Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu erklärte, eine erste Inspektion ließe vermuten, dass das Feuer in Folge eines technischen Defekts in der Klimaanlage ausbrach. "Die Sprinkleranlage wurde automatisch aktiviert", sagte Bezirksbürgermeister Sarigul. "Andernfalls hätte daraus eine große Katastrophe werden können."
Erst im März starben 14 Arbeiter, als ein Übernachtungszelt auf einer Baustelle in Istanbul Feuer fing. Vor zwei Jahren ging das Dach des Haydarpasa-Bahnhofs in Flammen auf.
ala/aar/Reuters
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