Türkei und Griechenland Dutzende Migranten bei Unfällen mit Lastwagen gestorben

In Griechenland und der Türkei sind bei zwei schweren Unfällen mehr als zwei Dutzend Menschen getötet worden. Allein in der Türkei starben 19 Migranten. Unter den Toten sollen auch Kinder sein.

Einsatzkräfte am Unfallort in der Türkei
REUTERS

Einsatzkräfte am Unfallort in der Türkei


Mindestens 19 Migranten sind bei einem Unfall mit einem Lastwagen ums Leben gekommen. Der Laster kam während der Fahrt vom westtürkischen Aydin nach Izmir von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Danach stürzte das Fahrzeug in einen mehrere Meter tiefer gelegenen Fluss.

Unter den Toten seien auch Kinder. Elf Menschen seien verletzt worden. Auf Bildern war der zerstörte Lastwagen zu sehen, von dem nur noch Wrackteile übrig waren. Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA berichtete, die aus dem Fahrzeug geretteten Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Bei den Insassen handelte es sich den Angaben zufolge um Migranten, die sich illegal im Land aufhielten. Unklar ist bislang, woher die Opfer genau stammten.

Die Türkei ist eines der Haupttransitländer für Migranten aus Krisenländern im Nahen Osten, Asien und Afrika, die auf dem Weg über Griechenland nach Europa kommen wollen. Nach UN-Angaben kamen seit Jahresbeginn mehr als 24.500 Migranten über das Meer nach Griechenland. 118 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Vermutlich war der Lastwagen unterwegs zur türkischen Halbinsel Dilek, von der aus die griechische Insel Samos nur noch wenige Kilometer entfernt ist.

Elf Menschen bei Busunglück in Griechenland gestorben

Bereits am Samstag kamen im Norden Griechenlands auf der anderen Seite der Ägäis elf Insassen eines Kleinbusses ums Leben, als dieser auf dem Weg nach Thessaloniki frontal mit einem Lastwagen zusammenstieß. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Der Lkw-Fahrer konnte sich unverletzt retten, aus dem anderen Wagen barg die Feuerwehr dagegen nur noch verkohlte Leichen.

Laut Polizei war das Unglücksfahrzeug schon in der Vergangenheit von Schleusern benutzt worden. Sein Fahrer hatte demnach am Morgen Anweisungen der Polizei missachtet, anzuhalten und sich einer Kontrolle seines Fahrzeugs zu unterziehen.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) bedauerte den "schrecklichen" Tod der mutmaßlich illegalen Migranten. Die Tragödie zeige einmal mehr, welcher Gefahren Menschen ausgesetzt seien, die sich skrupellosen Schleusern auslieferten. Erneut forderte das UNHCR "Alternativen zu diesen gefährlichen Routen für Menschen, die internationalen Schutz bedürfen".

sen/dpa/Reuters/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.