Tunesien Mindestens fünf Tote nach Überschwemmungen

Starke Regenfälle haben in Tunesien Straßen überflutet und Autos mit sich gerissen. Mindestens fünf Menschen starben, ein Jugendlicher erlitt einen Stromschlag.

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Bei Überflutungen im Nordosten Tunesiens sind mindestens fünf Menschen gestorben. Schwere Regenfälle setzten zahlreiche Straßen unter Wasser.

Nach Angaben des Innenministeriums kamen in Bou Argoub zwei Schwestern im Alter von 21 und 24 Jahren ums Leben, als sie nach ihrer Schicht in einer Fabrik von den Wassermassen mitgerissen wurden. Ein 60-jähriger Einwohner ertrank demnach am Samstag in der Nähe der Stadt Takilsa. Eine weitere männliche Leiche wurde später nahe dem Touristenort Hammamet geborgen.

Ein Jugendlicher sei an einem Stromschlag gestorben. Ein 70-jähriger Mann werde noch vermisst, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tap unter Berufung auf den Zivilschutz in der Region.

Videoaufnahmen zeigen, wie Wassermassen Autos und abgebrochene Straßenteile mit sich reißen. Ministerpräsident Youssef Chahed bezeichnete die Situation in Nabeul als katastrophal und sagte, Tunesien habe niemals stärkere Regenfälle erlebt.

Chahed reiste in die betroffenen Gebiete und rief die Menschen dazu auf, Ruhe zu bewahren. Am wichtigsten sei es, die Straßen wieder befahrbar zu machen und den Betroffenen zu helfen, sagte er dem Radiosender Mosaïque FM. "Es gibt immer noch Regionen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind."

kko/dpa/AFP

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