Tote und Verletzte: Straßentunnel in Japan eingestürzt

Erst fielen Trümmer von der Decke, dann brach ein Feuer aus: Auf einer Schnellstraße in Japan ist ein Tunnel teilweise eingestürzt. Mehrere Menschen kamen ums Leben, einige werden noch vermisst.

Tokio - Zunächst hatten Polizei und Feuerwehr nur von Vermissten und Verletzten gesprochen, doch inzwischen ist klar: Beim Einsturz eines Straßentunnels in Japan sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei habe in einem Fahrzeug im Tunnel mehrere verkohlte Leichen entdeckt, sagte ein Polizeisprecher der Präfektur Yamanashi der Nachrichtenagentur AFP. Die Zahl der Todesopfer stehe noch nicht fest.

Der Sasago-Tunnel, rund 80 Kilometer westlich von Tokio, war am Morgen teilweise eingestürzt. Mehrere Fahrzeuge wurden eingeschlossen, ein Feuer brach aus, das erst nach etwa drei Stunden gelöscht werden konnte. Wegen der Rauchentwicklung dauerte es einige Zeit, bis die Rettungskräfte zu den verschütteten Fahrzeugen vordringen konnten.

Auf Bildern von Überwachungskameras im Tunnel, die der Fernsehsender NHK zeigte, waren Autos zu sehen, auf die Betonblöcke gestürzt waren. Feuerwehrleute bahnten sich ihren Weg durch Schutt und dichten Rauch. Mehrere Autos standen in Flammen. Medienberichten zufolge mussten die Rettungskräfte ihre Arbeit vorübergehend einstellen, weil befürchtet wurde, dass der Tunnel noch mehr einstürzen könne.

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Unglück in Japan: Alptraum Tunnel
Nach Angaben eines Feuerwehrmannes befand sich die Unglücksstelle ungefähr in der Mitte des Sasago-Tunnels, eines der längsten Tunnel Japans. Er liegt auf einer vielbefahrenen Fernstraße, die die Hauptstadt mit dem Westen des Landes verbindet.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Behörden meldete, wurden drei Fahrzeuge eingeschlossen. Die 20 Zentimeter starke Decke des Tunnels stürzte Kyodo zufolge auf einer Länge von 50 bis 60 Metern ein.

Zunächst teilten Rettungskräfte mit, dass sieben Menschen vermisst würden. Später sprachen sie von ersten Toten. Zwei Frauen im Alter von 28 und 37 Jahren seien verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Noch sei nicht klar, was genau passiert sei, sagte Polizeisprecher Yoshihiro Fukutani. Ein Mann, der den Einsturz beobachtet hatte, hatte die Behörden alarmiert.

Es ist der schwerste Tunneleinsturz in Japan seit 1996, als herabfallende Felsbrocken 20 Menschen töteten.

siu/Reuters/dapd

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