Kurioser Polizeieinsatz Autofahrer traut sich nicht durch den Emstunnel

Ein Mann hält auf der Autobahn an, die Polizei muss kommen. Er könne nicht weiterfahren, erklärt der Mann - weil er an einer Tunnelphobie leide.

Verkehr im Tunnel (Symbolbild)
DPA

Verkehr im Tunnel (Symbolbild)


Zu einem ungewöhnlichen Einsatz musste die Autobahnpolizei am Samstagabend in Ostfriesland ausrücken.

Wie die Polizei mitteilte, war sie alarmiert worden, weil auf der A31 bei Leer ein Wohnmobil auf dem Seitenstreifen der Autobahn in Richtung Niederlande stand. Schon bei der Anfahrt kam den Beamten der dänische Fahrer zu Fuß entgegen, kurz vor dem Emstunnel.

Er leide an einer Tunnelphobie, erklärte der Mann, und sehe sich außerstande, den Tunnel zu durchfahren. Die Polizisten brachten ihn zurück ins Wohnmobil, wo seine Frau wartete. Dort erklärten sie dem Paar einen anderen Weg über die Ems in die Niederlande. Anschließend setzte sich die Frau ans Steuer und fuhr weiter - über eine Brücke, nur wenige Kilometer entfernt.

Zwar mag die Polizei nur selten zu derartigen Einsätzen gerufen werden - ein Einzelfall ist der Mann aber nicht. Beispielsweise musste 2016 die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen Mann aus dem Weserauentunnel retten. Der Mann war trotz seiner Phobie in den Tunnel eingefahren und saß dort fest. In diesem Fall nämlich konnte auch die Ehefrau das Steuer nicht übernehmen, weil sie keinen Führerschein besaß.

juh/dpa

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