Überflutete Straße: Frau stirbt bei Hochwasser in Niedersachsen

Rettungskräfte in Niedersachsen: Frau aus Überschwemmungsgebiet der Leine geborgen Zur Großansicht
DPA

Rettungskräfte in Niedersachsen: Frau aus Überschwemmungsgebiet der Leine geborgen

Bei Hannover ist eine Radfahrerin vom Hochwasser in einen Fluss gerissen worden und später im Krankenhaus gestorben. In Niedersachsen und anderen Bundesländern sorgt heftiger Regen weiter für Hochwassergefahr.

Hannover - Eine Frau ist in der Region Hannover von einer überfluteten Straße in den Fluss Leine gerissen worden und gestorben. Die Radlerin war laut Polizei am Morgen in der Nähe von Seelze auf einer Straße unterwegs, die wegen Hochwassers eigentlich gesperrt war.

Die Strömung war nach einem Bericht eines Augenzeugen so stark, dass die Frau die Kontrolle über ihr Rad verlor und ins Wasser stürzte. Zwar konnte die Feuerwehr sie noch aus der Leine ziehen und in ein Krankenhaus bringen. Dort starb sie jedoch kurz darauf.

Die Hochwassergefahr in Deutschland hält weiter an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab am Donnerstag eine Unwetterwarnung für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern aus. Auch in den Überschwemmungsgebieten Niedersachsens bleibt die Lage angespannt. Hunderte Helfer sind im Einsatz, um überflutete Keller und Abwasserkanäle leerzupumpen. Der Wetterdienst warnte vor Hochwasser in Bächen und Flüssen sowie vor Überflutungen von Straßen. Mit einer Ausdehnung der Warnung auf weitere Gebiete sei zu rechnen.

Am Erfurter Autobahnkreuz rutschte ein Hang ab. Für die Reparatur müssten die Abfahrten von der A4 auf die A71 Richtung Sömmerda/Sangerhausen tageweise gesperrt werden, teilte das Landesamt für Bau und Verkehr mit.

Für die Nacht zum Freitag sagen Meteorologen in der Mitte Deutschlands starken Dauerregen voraus. Dabei könnten binnen 24 Stunden 50 bis 70 Liter je Quadratmeter fallen. Die Niederschläge sollten sich später nach Süddeutschland ausdehnen. Am Alpenrand sei mit extrem ergiebigem Dauerregen zu rechnen.

In Deutschland herrscht seit Wochen extrem regnerisches Wetter. Der Mai war laut vorläufiger Auswertung des DWD ungewöhnlich nass und trübe. Die Niederschlagsmenge lag um 178 Prozent über dem langjährigen Durchschnittswert. Schuld ist ein großer Tiefdruckkomplex über Europa, der sowohl feucht-warme als auch kühl-trockene Luft ansaugt. Die Strömungen vermischen sich über Deutschland, was den Regen auslöst.

Schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Von Nordwesten kündigt sich zwar ein Hochdruckgebiet an, dieses soll aber erst am Montag auch den Süden und Osten des Landes erreichen. Die Höchstwerte sollen dann 15 bis 19 Grad erreichen, vereinzelt soll es bis zu 23 Grad warm werden.

ulz/dpa/AFP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles zum Thema Wetter
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite
Fotostrecke
Hochwasser: Land unter in Hessen und Niedersachsen

Fotostrecke
Wetter in Deutschland: Herbst im Frühling