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Überschwemmungen auf dem Balkan: Zehntausende Menschen fliehen vor Wassermassen

Überschwemmungen in Bosnien und Serbien: Wie bei einem Weltuntergang Fotos
REUTERS

Serbien und Bosnien leiden unter verheerenden Überschwemmungen. Dutzende Menschen sind in den Wassermassen gestorben, Zehntausende auf der Flucht. Einwohner bitten über Social-Media-Plattformen um Hilfe.

Belgrad/Sarajevo - Die serbische Stadt Obrenovac steht fast vollständig unter Wasser. Die Deiche gaben nach, das größte Kraftwerk des Landes ist von den Fluten bedroht. Die Überschwemmungen und Verwüstungen seien wie bei einem Weltuntergang, sagte der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic. 20.000 Einwohner wurden in Sicherheit gebracht.

Zehntausende Menschen sind in Serbien und Bosnien noch immer auf der Flucht vor den schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als 120 Jahren, Hunderte sind es in Kroatien. Mehr als 40 Menschen starben in den Ländern.

Rettungskräfte aus Russland, Luxemburg, Slowenien und Kroatien trafen in den Krisenregionen ein. Einwohner der von den Überschwemmungen bedrohten Länder riefen über Facebook und anderen Plattformen zur Hilfe auf: Sie baten um Essen, Decken und Kleidung.

Allein im nordbosnischen Doboj starben 20 Menschen, wie Obren Petrovic, der Bürgermeister der Stadt, mitteilte. Die bosnischen Behörden hatten zuvor von mindestens 13 Toten auf ihrem Staatsgebiet gesprochen, darunter sechs aus Doboj.

Aus Serbien waren zunächst drei Todesfälle bestätigt worden. Später meldeten serbische Rettungsteams 16 Tote, darunter zwölf in der Stadt Obrenovac unweit von Belgrad. In Bosnien waren 60.000, in Serbien sogar 95.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

Die Regierungen in Belgrad und Sarajevo hatten bereits am Donnerstag für mehrere besonders betroffene Regionen Katastrophenalarm ausgerufen.

gam/kha/AFP/AP

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