Toskana: Tote bei Überschwemmungen in Italien

Mindestens vier Menschen sind nach starken Regenfällen in der Toskana ums Leben gekommen. Flutwellen haben größere Teile der italienischen Region unter Wasser gesetzt, Hunderte mussten ihre Häuser verlassen.

Autowrack in der Toskana: Tote bei Erdrutsch Zur Großansicht
DPA

Autowrack in der Toskana: Tote bei Erdrutsch

Rom/Grosseto - Drei Arbeiter starben, als ihr Auto beim Einsturz einer Brücke mitgerissen wurde, ein 73-jähriger Landwirt ertrank in seinem überfluteten Fahrzeug: Mindestens vier Menschen sind Behördenangaben zufolge nach starken Regenfällen in der Toskana ums Leben gekommen.

Überschwemmungen haben größere Teile der Toskana und Umbriens unter Wasser gesetzt und Hunderte Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

Ein Höhepunkt der Flutwelle wird am Dienstag in Grosseto und auch in Rom erwartet, wo der Wasserstand des Tibers ständig überwacht wird. Das Unwetter, das am Wochenende zunächst Norditalien heimgesucht hatte, verursachte am Montag ein Verkehrschaos. Einige Straßen und Bahnverbindungen zwischen Nord- und Süditalien mussten zeitweise unterbrochen werden. Der Regional-Präsident der mittelitalienischen Toskana forderte Soldaten an, um beim Aufräumen zu helfen.

In Italien gibt es im Herbst und Winter häufig Überschwemmungen, die erheblichen Schaden anrichten. Laxe Bauplanungen und mangelnde Umsetzung von Umweltnormen gelten als mitverantwortlich dafür, dass Hochwasser katastrophale Folgen haben kann. Der italienische Umweltminister Corrado Clini sagte, 40 Milliarden Euro seien über die nächsten 15 Jahre notwendig, um die Gefahr zu bannen.

hut/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Und wer wird jetzt dafür verklagt?
mitja 13.11.2012
Das macht man in Italien doch so. Für Naturkatastrophen, die nicht vorhergesagt wurden, werden Geologen etc. einfach verurteilt.
2. Logischerweise
altmannn 13.11.2012
Zitat von mitjaDas macht man in Italien doch so. Für Naturkatastrophen, die nicht vorhergesagt wurden, werden Geologen etc. einfach verurteilt.
müßten jetzt ein paar Meteorologen in den Knast. Die sind fürs Wetter verantwortlich wie Geologen für Erdbeben.
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Steckbrief Italien
REUTERS
Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Das Land hat im Gegensatz zu Griechenland zwar eine recht solide Wirtschaft, leidet aber ebenfalls unter einer gigantischen Staatsverschuldung. Die wichtigsten Daten im Überblick:
Wirtschaftsleistung 2011
1589 Milliarden Euro, zum Vergleich:

Deutschland: 2589 Milliarden Euro

Griechenland: 222 Milliarden Euro
Wirtschaftswachstum 2011
+0,7 Prozent, zum Vergleich:

Deutschland: 2,9 Prozent

Euro-Zone: 1,6 Prozent
Wirtschaftswachstum 2012
+0,6 Prozent
Staatsverschuldung
1911 Milliarden Euro, zum Vergleich:

Deutschland: 2133 Milliarden Euro

Griechenland: 351 Milliarden Euro
Staatsverschuldung in Prozent des BIP
120 Prozent. Das ist doppelt so viel wie nach dem europäischen Stabilitätspakt eigentlich erlaubt.
Neuverschuldung 2011
4,0 Prozent. Laut Stabilitätspakt dürften es nur 3,0 Prozent sein.
Arbeitslosenquote
8,3 Prozent. In der Euro-Zone sind es 10,0 Prozent.

Quelle: EU-Kommission