Unfall bei Magdeburg Polizei ermittelt wegen unterlassener Hilfeleistung

Nach einem schweren Unfall auf der A2 bei Magdeburg haben zahlreiche Autofahrer die ineinander gekrachten Unfallfahrzeuge umkurvt - anstatt zu helfen, fuhren sie weiter. Die Polizei ermittelt nun wegen unterlassener Hilfeleistung.

Unfallstelle auf der A2 bei Schackensleben: Sechs Menschen wurden verletzt
DPA/ Polizei

Unfallstelle auf der A2 bei Schackensleben: Sechs Menschen wurden verletzt


Schackensleben - Es ist eine schreckliche Vorstellung: Man hat einen Unfall - doch keiner hilft. Zahlreiche Autofahrer haben sich nach einem schweren Unfall am Samstagnachmittag auf der Autobahn 2 bei Magdeburg so verhalten: Sie fuhren langsam um die Unfallestelle herum - und brausten dann weiter.

Der Polizei zufolge sind 10 bis 15 Fahrzeuge am Unfallort vorbeigefahren, ohne zu helfen. Sie ermittelt jetzt wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Unbekannt.

In Folge von Löscharbeiten kam es auf der Autobahn 2 zu einem Stau. Ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen krachte mit seinem Auto in das Stauende. Die Wucht des Aufpralls schob mehrere Fahrzeuge aufeinander, sechs Menschen wurden verletzt - drei davon schwer. Der Wagen des 44-Jährigen blieb auf dem Dach liegen.

Das Trümmerfeld zog sich über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn hin. Die Autobahn war für mehrere Stunden gesperrt.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es, die an der Unfallstelle vorbeifahrenden Autofahrer hätten Fotos gemacht. Inzwischen hat die Polizei mitgeteilt, dass sie dies nicht bestätigen könne. Wir haben die Meldung entsprechend korrigiert.

lgr/dpa

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