Kollision mit Kaimauer: Dutzende Verletzte bei Fährunglück in New York

Die Fähre kollidierte mit der Kaimauer und wurde aufgeschlitzt: Bei einem Unglück in New York sind nach neuesten Angaben 74 Menschen verletzt worden. Das Schiff war auf dem Weg von New Jersey nach Manhattan.

AFP

New York - Passagiere fielen übereinander, gerieten in Panik, schrien und weinten: Eine Fähre in New York hat bei der Fahrt von New Jersey zum Ankerplatz in Manhattan die Kaimauer gerammt. Das Schiff wurde aufgeschlitzt, mindestens 74 Menschen erlitten Verletzungen. Zunächst war von weniger Betroffenen die Rede gewesen. Auf Fernsehbildern war an der Seite des Bootes ein großer Riss zu sehen. Auch Fenster waren zersplittert.

Nach Angaben der Polizei und Feuerwehr befindet sich eine Person in kritischem Zustand. Sie sei mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf die Feuerwehr. Einige Passagiere mussten von Rettungskräften auf Tragen von dem Schiff gebracht werden.

Bei dem Aufprall flogen offenbar viele Menschen von ihren Sitzen. Es habe sich ähnlich wie ein Autounfall angefühlt, sagte ein Passagier dem TV-Sender ABC. "Niemand wusste, was los war." An Bord der rund 40 Meter langen Fähre befanden sich ersten Erkenntnissen zufolge rund 340 Menschen - Passagiere und Besatzung.

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Dutzende Verletzte: Schiffsunfall in New York City
Die Fähre sei ein wenig wackelig gefahren, sagte eine Augenzeugin, die die Ankunft des Schiffes beobachtet hatte. Die rechte Seite sei hart getroffen worden, "wie eine Bombe". Dennoch habe die Fähre normal anlegen können. Der Augenzeugin zufolge rannten viele Passagiere von dem Schiff. "Die wollten so schnell wie möglich da runter", sagte die Frau.

Fähren sind ein beliebtes Verkehrsmittel, um zur Arbeit nach Manhattan zu gelangen. Das verunglückte Schiff war eines von vielen, das Pendler auf die Insel bringt. Es hatte eine Anlegestelle im südöstlichen Manhattan nahe der Wall Street angesteuert.

Fährlinien verbinden Manhattan beispielsweise mit den Bezirken Staten Island, Brooklyn oder Queens. Immer wieder kommt es im Hafen von New York, wo sich der Atlantik, der East- und der Hudson River treffen, aber auch zu Fährunglücken. So prallte 2003 eine Staten Island-Fähre mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Anlege-Kai. Elf Menschen starben, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Unglück im Mai 2010 wurden ebenfalls Dutzende Passagiere verletzt.

ulz/AP/dpa

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