Flug MH370 Wissenschaftler untersuchen Unterwassergeräusch

Nach dem Verschwinden von Flug MH370 gibt es erneut vage Hoffnung: Experten untersuchen ein Unterwassergeräusch, das vor der Küste Australiens aufgezeichnet wurde. Es könnte ein Hinweis darauf sein, wo die Boeing der Malaysia Airlines ins Wasser gestürzt ist.

Flug MH370: Verbleib der Malaysia Airlines weiter rätselhaft
DPA

Flug MH370: Verbleib der Malaysia Airlines weiter rätselhaft


Singapur - Knapp drei Monate ist es her, dass eine Boeing 777 der Malaysia Airlines auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwand. Jetzt untersuchen Wissenschaftler ein Unterwassergeräusch, das vor der Küste Australiens aufgezeichnet wurde.

Unterwassermonitore hätten etwa zu dem Zeitpunkt, als Flug MH370 mutmaßlich im Indischen Ozean verschwand, vor Perth ein schwaches Signal verzeichnet, teilte Alec Duncan von der Curtin University in Perth mit. Dies könnte darauf hinweisen, dass die Maschine mit 239 Menschen an Bord ins Wasser gestürzt ist.

Man gehe davon aus, dass der Absturz eines großen Flugzeugs in den Ozean "intensive Unterwassergeräusche" erzeugt. Nun würden die Aufzeichnungen aller Unterwassermonitore entlang der Küste daraufhin ausgewertet. Allerdings liege der errechnete Ursprung des Geräusches nicht in dem bisherigen Suchgebiet im Indischen Ozean, hieß es weiter. Das Signal könne zudem auch natürlichen Ursprungs sein und zum Beispiel von einem Erdstoß stammen.

Erst Ende Mai war die Suche nach MH370 im südlichen Indischen Ozean eingestellt worden. Ein Spezialgerät der US-Marine hatte Anfang April vermeintliche Blackbox-Signale empfangen, es waren aber keine Trümmer in dem etwa 850 Quadratkilometer großen Suchgebiet westlich der australischen Küste gefunden worden.

Noch immer ist der Verbleib des Flugzeugs völlig ungeklärt. Immer wieder gibt es neue Hypothesen und Berichte zum Schicksal von Flug MH370. So erklärte die 41-jährige britische Seglerin Katherine T., die mit ihrem Ehemann auf dem Indischen Ozean in Richtung Phuket unterwegs war, sie habe von Deck aus etwas gesehen, das "wie ein in Brand geratenes Flugzeug aussah".

Die Maschine habe schwarzen Rauch hinter sich hergezogen. In der Nähe habe sie zwei weitere Flugzeuge am Nachthimmel gesehen, sagte sie der "Phuket Gazette". Das Paar hat laut eigenen Angaben einen Bericht an die australische Behörde geschickt, die die Suchoperation im Indischen Ozean koordiniert, das Joint Agency Coordination Centre (JACC).

ala/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
superlykos 04.06.2014
1.
Die Frau will doch nur Aufmerksamkeit
xoxoxoxo 04.06.2014
2.
Zum Glück fällt den Verantwortlichen nicht erst nach drei Monaten ein, dass sie auch Unterwassergeräusche untersuchen könnten... aber ich bin schon still auf meinem Schreibtischstuhl.
taglöhner 04.06.2014
3.
Zitat von xoxoxoxoZum Glück fällt den Verantwortlichen nicht erst nach drei Monaten ein, dass sie auch Unterwassergeräusche untersuchen könnten... aber ich bin schon still auf meinem Schreibtischstuhl.
Die meisten Messtationen sind militärisch. Und es ist nicht so, dass die Betreiber gerne deren Position und Leistungsfähigkeit dokumentieren. Auch Anfragen aus der Wissenschaft werden (fast) immer ablehnend beschieden.
xoxoxoxo 04.06.2014
4. @ taglöhner
Nun ja, aber ist nicht seit dem Tag des Geschehens bekannt, dass es sich hier um eine Art 'Sonderfall' handelt? Zudem wurde bereits ganz zu Anfang auf seismische Unregelmäßigkeiten hingewiesen. Zwar damals im südchinesischen Meer (?), aber spätestens als die Suche nach Australien verlegt wurde, hätte man ja ein weiteres Mal darüber nachdenken können, die Gegend im fraglichen Zeitraum auf Unregelmäßigkeiten zu untersuchen. Na, wer weiß, ob sie das nicht eh schon getan haben und uns die Info darüber wieder mal mit einiger Verspätung erreicht.
peterpretscher 04.06.2014
5. Seglerin sah Flugzeug über indischem Ozean....
...in der Nähe von Phuket, das wie ein in Brand geratenes Flugzeug aussah. Was hat ihr Mann gesehen?
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