Leichtathletik-EM im Berliner Olympiastadion Veranstalter rufen Zuschauer wegen Gewitter zum Bleiben auf

"Das ist der sicherste Ort für Sie": Nachdem ein breites Gewitterband Berlin erreicht hat, haben die Organisatoren der Leichtathletik-EM die Zuschauer im Olympiastadion aufgerufen, zu verharren. Andernorts gab es Verletzte.

Leichtathletin im Berliner Olympiastadion
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Leichtathletin im Berliner Olympiastadion


Wegen eines aufziehenden Gewitters haben die Veranstalter der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die Zuschauer am Donnerstagabend aufgerufen, zunächst im Olympiastadion zu verharren. "Bitte bleiben Sie hier, das ist der sicherste Ort für sie", hieß es unmittelbar nach dem abschließenden 100-Meter-Hürden-Lauf der Frauen in mehreren Durchsagen. Am Breitscheidplatz waren wegen einer Gewitterwarnung durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) bereits die für Donnerstag geplanten Siegerehrungen vertagt worden.

Eine Unwetterfront ist am Donnerstag seit dem Nachmittag von West nach Ost über Deutschland gezogen und hat zu Behinderungen im Bahn-, Flug- und Straßenverkehr geführt. Die von vielen ersehnten Sommergewitter wirbelten Zehntausenden Menschen die Pläne durcheinander. Die Feuerwehren hatten Hunderte Einsätze, oft wegen umgestürzter Bäume. In Bad Vilbel bei Frankfurt löste sich im Wind die Jalousie an einem Café und verletzte drei Menschen. In Mainz wurde in der Innenstadt eine Frau durch ein losgerissenes Werbebanner im Gesicht verletzt. Zum Wochenende beruhigt es sich aber wieder. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist die große Hitze vorerst vorbei - sommerlich warm bleibt es trotzdem. Hoch "Kevin" bringt trockene Luft - außer dem Südosten Bayerns und Schleswig-Holstein.

Gewittertief "Nadine" mit Sturm und Regen brachte dem Norden Deutschlands erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr. Zahlreiche Hauptstrecken waren am Abend gesperrt, darunter Hamburg-Berlin, Hannover-Berlin, Hannover-Osnabrück, Hannover-Hamburg-Kiel, Hannover-Bremen-Norddeich, Osnabrück-Bremen-Hamburg, Hamburg-Stralsund sowie Dortmund-Hamm-Bielefeld.

jat/dpa



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