Unwetter in den USA Starkregen spült Straßen weg

Unwetter sorgen im Süden der USA für heftige Überschwemmungen. Viele Häuser stehen unter Wasser, Straßen wurden überflutet, Brücken stürzten ein.


Miami - Im Süden der USA haben tagelange heftige Regenfälle ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Besonders stark betroffen war die Gegend rund um Pensacola im Nordwesten Floridas. Angesichts der Überschwemmungen hat der Gouverneur von Florida, Rick Scott, in 26 Bezirken den Notstand ausgerufen. Viele Häuser standen unter Wasser, Straßen waren überflutet und wurden weggespült, Brücken stürzten ein.

Eine 67-jährige Frau sei in einem Abflussgraben ertrunken, sagte eine Bezirkssprecherin von Escambia County dem Sender CNN. Allein in Pensacola betrage der Schaden mindestens 100 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 72 Millionen Euro).

Zwei Häftlinge starben bei einer Explosion in einem Gefängnis der Stadt, die möglicherweise von den Wassermassen verursacht wurde. Die Detonation habe Teile des Gebäudes einstürzen lassen, berichtete die Lokalzeitung "Pensacola News Journal" unter Berufung auf die Polizei. Mehr als 150 Häftlinge und Wachleute seien bei dem Unglück verletzt worden, hieß es. Drei zunächst vermisst geglaubte Insassen wurden inzwischen gefunden.

Fotostrecke

11  Bilder
Überschwemmungen und Waldbrände: Unwetter in den USA
Auch auf den Straßen im benachbarten Bundesstaat Alabama waren laut US-Medien Menschen in ihren Autos von den Wassermassen eingeschlossen worden. Anwohner hätten auf Hausdächern auf Rettung gewartet.

Waldbrände in Kalifornien

Rekordverdächtige Regenfälle spülten in Baltimore den Rand eines ganzen Straßenabschnitts weg. Mehrere parkende Autos seien eine rund neun Meter tiefe Böschung heruntergerutscht, berichtete die Lokalzeitung "The Baltimore Sun". Menschen seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. 19 Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite mussten vorsorglich geräumt werden. Die Regenmassen brachten eine ohnehin bröckelige Befestigungsmauer auf Länge eines Häuserblocks zum Einsturz, weshalb die Erde samt der Fahrbahn ins Rutschen geriet.

Über den Süden und Mittleren Westen der USA waren in den vergangenen Tagen schwere Unwetter mit Tornados hinweggezogen. In sechs Bundesstaaten waren bei diesen Wirbelstürmen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Meteorologen gaben inzwischen vorsichtig Entwarnung. Die schlimmsten Regenfälle seien nun vorüber.

In Südkalifornien gibt es andere Probleme: Rund 80 Kilometer östlich von Los Angeles kämpfen seit Mittwoch mehr als 700 Feuerwehrleute gegen Waldbrände. In wenigen Stunden zerstörten die Flammen nach Angaben der Feuerwehr rund 400 Hektar Wald- und Buschland. Mehr als 1600 Häuser waren vorsorglich geräumt worden, berichtete die "Los Angeles Times".

wit/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.