Unwetter Orkantief Resi tobt an der Küste

Das Orkantief "Resi" hat in Norddeutschland mit Windböen bis zur Stärke zwölf für Behinderungen im Straßen- und Zugverkehr gesorgt. Die Verbindung zwischen dem Festland und der Nordseeinsel Sylt wurde teilweise eingestellt.


Kiel/Dover - Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für den Küstenbereich in Niedersachsen und Schleswig-Holstein heraus. Auch am Freitag muss mit orkanartigen Böen aus Südwest mit Geschwindigkeiten zwischen 105 und 115 km/h gerechnet werden, hieß es.

Der Hafen von Dover an der englischen Südküste wurde heute ebenfalls wegen schwerer Stürme für den Fährverkehr gesperrt. Der Sturm erreichte an der Küste eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern.

Die Verbindung zwischen dem Festland und der Nordseeinsel Sylt wurde teilweise eingestellt: Der Personenverkehr war davon allerdings nicht betroffen. Lediglich die Autozüge wurden eingestellt.

In Norddeutschland führten eisglatte Straßen und leichter Schnee zudem zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens 18 Menschen verletzt. In Niedersachsen erlitt ein 23-Jähriger schwere Verletzungen, als er bei Walsrode auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und mit seinem Wagen umstürzte. Bei Bremen wurde eine 26-Jährige schwer verletzt, als sie auf rutschiger Straße mit ihrem Auto gegen einen Baum prallte. Auch für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen mit Schnee- und Eisglätte.

Am Freitag fällt nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes im Norden ein Mix aus Regen und Schnee, in der Mitte und im Süden ist es überwiegend regnerisch. Dabei weht der Wind in Böen stark bis stürmisch, in Küstennähe und im Bergland sind auch orkanartige Böen möglich. Die Höchsttemperaturen liegen voraussichtlich bei vier bis acht Grad, im Süden teils bei zehn Grad. In der Nacht soll jedoch auch in Süddeutschland verbreitet Schnee fallen.

Am Samstag soll es vor allem am Alpenrand schneien, im übrigen Land rechnen die Meteorologen erneut mit einem Mix aus Regen und Schnee. Die Temperatur sinkt auf Werte von maximal ein bis fünf Grad. Im Norden bleibt es stürmisch. Am Sonntag wird es dagegen voraussichtlich wieder freundlicher: Nur im Norden und Westen ist es zeitweise dicht bewölkt, ansonsten scheint vielfach die Sonne.

Mit Höchstwerten zwischen ein und fünf Grad bleibt es kalt.

pad/AP/dpa



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