Unwetterwarnung Eisregen und Hochwassergefahr

Der Deutsche Wetterdienst hat am Neujahrstag vor gefährlichem Glatteis gewarnt. Betroffen sind vor allem Berlin und die neuen Bundesländer. Ebenso wächst wieder Hochwassergefahr.


Eine aus Westen kommende Regenfront hat am Mittwochabend Berlin und Brandenburg erreicht. Schon die ersten Regentropfen wurden auf dem tiefgefrorenen Boden vielerorts zu spiegelndem Glatteis. Die Polizei rief zu besonderer Vorsicht auf, unnötige Autofahrten sollten vermieden werden. Weitere Glatteiswarnungen betreffen Nord- und Ostdeutschland.

Noch im Laufe der Nacht sollen die Temperaturen steigen, am Donnerstag kann es neun Grad warm werden. Noch in der vorangegangenen Silvesternacht herrschten um Mitternacht an der Messtation auf dem Alexanderplatz unweit der Berliner Silvester-Partymeile exakt minus 6,3 Grad.

Ansteigende Wasserpegel

Auch vor Hochwasser wird gewarnt. So rechnet nach einer zwischenzeitlichen Entspannung der Hochwasserlage wegen des Frostes der Landesbetrieb für Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt wieder mit ansteigenden Wasserständen in den Flüssen. Grund sei einsetzendes Tauwetter in Verbindung mit Regen, teilte die Einrichtung am Mittwoch in Magdeburg mit. Zunächst gingen am Neujahrstag die Wasserstände in den meisten Flüssen noch zurück. Ausnahme bildete die untere Saale, wo wegen des Zuflusses aus der Unstrut steigende Wasserstände registriert wurden.

Todesopfer durch Hochwasser

Zur tödlichen Falle ist am Silvestertag das Hochwasser des Flusses Nuhne im Sauerland bei Winterberg für eine Mutter und ihr Kind geworden. Ein sechsjähriger Junge war beim Schlittenfahren am Dienstagnachmittag aus Versehen ins Wasser gerutscht. Seine 40-jährige Mutter sprang in den Fluss, um ihr Kind zu retten - vergeblich. Mehr als eine Stunde später wurde sie bewusstlos aus den Fluten geborgen, in der Nacht zum Mittwoch starb sie. Der Junge war nach Angaben der Polizei Meschede auch am Mittwochmittag noch nicht gefunden.



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