Urteil im Transrapid-Prozess Zwei Betriebsleiter müssen Geldstrafen zahlen

Erste Entscheidung im Prozess um das Transrapid-Unglück: Das Osnabrücker Landgericht verurteilte zwei Betriebsleiter wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu Geldstrafen.


Osnabrück - Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Angestellten für Organisationsmängel auf der Testanlage im emsländischen Lathen verantwortlich waren. Am 22. September 2006 prallte dort ein Transrapid mit Tempo 180 auf einen Werkstattwagen. Dabei starben 23 Menschen. Ein Mitarbeiter muss 24.000, sein Kollege 20.000 Euro zahlen.

Das Strafmaß entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt. Hauptschuldiger an dem Unglück soll der Fahrdienstleiter sein. Er hatte vor dem Unglück die Teststrecke freigegeben. Ein Gutachter hatte dem Mann Prozessunfähigkeit bescheinigt - er gilt als akut suizidgefährdet.

ala/dpa



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