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US-Bundesstaat: Tornado trifft Krankenhaus - viele Tote in Missouri

Ein Tornado hat die Stadt Joplin im US-Staat Missouri verwüstet - Medienberichten zufolge starben mindestens 24 Menschen. Der Sturm zerstörte auch ein Krankenhaus, medizinische Unterlagen schleuderten kilometerweit durch die Luft. "75 Prozent der Stadt sind verschwunden", so eine Rote-Kreuz-Helferin.

Washington - Das Unwetter fegte Medienberichten zufolge mitten durch das Zentrum der 50.000-Einwohner-Stadt Joplin und richtete dort gewaltige Schäden an. Offizielle Angaben über die Opferzahl gab es zunächst nicht. Nach einem Online-Bericht der örtlichen Zeitung "News Leader" kamen in Joplin 24 Einwohner ums Leben. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von 30 Toten. Laut der Zeitung "Kansas City Star" ist ein sieben Stockwerke hohes Krankenhaus von dem Tornado schwer getroffen worden. Fotos zeigen ein völlig ramponiertes Gebäude, über das Augenzeugen dem Fernsehsender CNN sagten, es sehe einsturzgefährdet aus.

Möglicherweise habe es in dem St. John's Regional Medical Center auch gebrannt, da Rauch aus dem Gebäude aufgestiegen sei, hieß es. Die Klinik sei evakuiert und die Patienten in umliegende Notunterkünfte gebracht worden. Laut "Kansas City Star" hat der Sturm medizinische Dokumente aus dem Krankenhaus bis zu 100 Kilometer weit weggeschleudert.

Auch an anderen Gebäuden in der Umgebung seien die Fenster herausgeflogen und Dächer teilweise abgedeckt worden. Die Lokalzeitung "The Joblin Globe" schrieb von "großen strukturellen Schäden". Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes sagte CNN in einem Telefoninterview, noch nie ein solches Ausmaß an Zerstörung gesehen zu haben. "Ich würde sagen, 75 Prozent der Stadt sind praktisch verschwunden. Wir werden sehr viel Hilfe brauchen", sagte Kathy Dennis.

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Joplin in Missouri: Tornado trifft Krankenhaus
Joplin liegt rund 215 Kilometer südlich der Stadt Kansas City im Südwesten Missouris. In Teilen der Region sei das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Viele Hauptstraßen seien unpassierbar. An einer Universität sei ein Notfallzentrum eingerichtet worden. Wegen der katastrophalen Schäden wurden Hilfskräfte aus dem gesamten Umland mobilisiert, auch die Nationalgarde wurde nach Joplin gerufen.

Der Tornado hat nach Angaben der Nationalen Wetterbehörde gegen 17.45 Uhr Ortszeit zugeschlagen. Er war nach Auskunft von Meteorologen von Regen und Hagel verhüllt gewesen, so dass eine frühzeitige Warnung nicht möglich war. Der Sturm war Teil eines riesigen Unwettersystems, dass sich am Sonntag über zahlreiche Staaten erstreckt hatte.

Erst im vergangenen Monat hatten mehrere Stürme schwere Schäden im Süden der USA angerichtet und hunderte Todesopfer gefordert. Derzeit kämpfen außerdem mehrere Bundesstaaten mit einem Jahrhundert-Hochwasser am Mississippi.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, medizinische Geräte seien kilometerweit durch die Luft geschleudert worden. Tatsächlich war von "medical records" die Rede, von medizinischen Unterlagen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

anr/Reuters/dpa/AFP

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