US-Hauptstadt: Briefe mit weißem Pulver tauchen in Schulen auf

Schulen in der US-Hauptstadt Washington haben Dutzende Briefe mit einem weißen Pulver erhalten. Die Substanz ist offenbar harmlos - doch die Post weckt böse Erinnerungen an Schreiben mit Milzbrand-Erregern, die 2001 mehrere Personen töteten.

Washington - 39 Umschläge haben in der US-Hauptstadt Washington Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte in Atem gehalten. In den Briefen an insgesamt 34 Schulen war weißes Pulver, berichtete die "Washington Post". Nach Angaben des FBI ergaben erste Tests, dass das Pulver nicht gefährlich ist. Allerdings würden weitere Untersuchungen im Labor unternommen.

"Für Schüler bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr", zitiert die "Washington Post" einen Feuerwehrsprecher. Laut dem Fernsehsender Fox 5 wurden die Briefe im US-Bundesstaat Texas aufgegeben. In den Schreiben sei Bezug auf al-Qaida genommen worden.

In der Nacht zum Montag hatte ein US-Spezialkommando den Chef des Terrornetzwerks, Osama Bin Laden, in einem Versteck in Pakistan getötet. Für die US-Behörden gilt seither eine erhöhte Alarmbereitschaft.

In Washington waren im Jahr 2001 wenige Tage nach dem Anschlag auf das New Yorker World Trade Center am 11. September Umschläge mit dem Gift Anthrax verschickt worden, durch die fünf Menschen starben und 17 weitere verletzt wurden. Der Wissenschaftler Bruce Ivins war den Ermittlungen zufolge für die Milzbrand-verseuchten Briefe verantwortlich. Er hatte als Biowaffen-Experte für die US-Regierung gearbeitet.

ulz/AFP

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