US-Symbolik Pommes heißen wieder French Fries

Tauwetter zwischen den USA und Frankreich? Aus Washington zumindest kommen versöhnliche Signale: In den Kantinen im US-Repräsentantenhaus haben die Kartoffelstäbchen ihren alten Namen zurückbekommen -French Fries statt Freedom Fries.


Washington - Auf den Speisekarten der Caféterien und Restaurants im Repräsentantenhaus in Washington herrscht wieder kulinarischer Frieden zwischen Frankreich und den USA. Die Pommes frites, die von den US-Abgeordneten im März 2003 aus Protest gegen die französische Irak-Politik von "French Fries" in "Freedom Fries" umbenannt worden waren, tragen wieder ihren ursprünglichen Namen, berichtete der Radiosender "NPR" heute. Heimlich, still und leise wurde auch der "Freedom Toast" von der Speisekarte gewischt und heißt wieder "French Toast", auf Deutsch: Armer Ritter.

Die Beziehungen zwischen den USA und Frankreich seien "wieder auf dem richtigen Weg", sagte eine Sprecherin der französischen Botschaft dem Radio-Sender. Einer der Anführer des kulinarischen Protests, der republikanische Abgeordnete Robert Ney, hatte die Aktion damals als "kleines, aber symbolisches Zeichen des Missfallens gegenüber der Politik des sogenannten Verbündeten Frankreich" bezeichnet.

ffr/dpa



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