US-Staat Missouri 17 Tote nach Bootsunglück

Bei einem Unglück im US-Staat Missouri sind 17 Menschen gestorben. Ein Amphibienfahrzeug mit Touristen geriet auf dem Table Rock Lake in ein Unwetter und sank.

Rettungskräfte am Table Rock Lake
DPA

Rettungskräfte am Table Rock Lake


Bei einem Schiffsunglück in den USA sind 17 Menschen ums Leben gekommen. Taucher hätten die letzten vier Vermissten nur noch tot bergen können, sagte Sheriff Doug Rader. 14 Passagiere hätten überlebt. Die genaue Unglücksursache werde noch ermittelt. Auch die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB habe sich eingeschaltet.

Insgesamt 31 Passagiere im Alter von ein bis 70 Jahren waren demnach an Bord. Das Boot sank auf dem Table Rock Lake, einem beliebten Ausflugsziel im US-Bundesstaat Missouri. Der Kapitän des Bootes habe das Unglück überlebt, sagte Rader.

Bei dem Ausflugsboot handelt es sich um ein Amphibienfahrzeug, das sowohl zu Lande als auch auf dem Wasser fahren kann. Ausflüge mit solchen "Duck Boats" sind eine beliebte Touristenattraktion in der Region. Das Boot liege jetzt in einer Tiefe von 24 Metern, sagte Sheriff Rader.

An Bord befanden sich auch Schwimmwesten. Rader wollte sich nicht dazu äußern, ob die Passagiere die Westen auch angelegt hatten. Eine auf YouTube verbreitete Handyaufnahme soll die Minuten vor dem Untergang zeigen. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Boot bei stürmischer See gegen hohe Wellen ankämpft.

"Noch nie so einen schlimmen Sturm erlebt"

Ein Augenzeuge sprach von einem plötzlichen Unwetter: "Ich habe die meiste Zeit meines Lebens hier verbracht und habe noch nie einen so schlimmen Sturm erlebt", sagte Rick Kettels.

Laut Wetterbericht gab es in der Region am Abend ein Gewitter und starken Wind. Bäume seien entwurzelt und Stromleitungen beschädigt worden. Der Table Rock Lake ist ein künstlicher See, südlich der Stadt Springfield, nahe an der Grenze zu Arkansas.

Zeitgleich mit dem Unglücksboot sei auf dem Table Rock Lake auch ein zweites Amphibienfahrzeug unterwegs gewesen, sagte der Sheriff. Dieses sei sicher in den Hafen zurückgekehrt.

Ungeklärte Fragen

"Ich weiß ohne jeden Zweifel, dass der Kapitän sein Bestes getan hat", zitierte die "Washington Post" den Kapitän eines weiteren Amphibienfahrzeugs desselben Betreibers, Roger Braillier von Ride The Ducks Branson.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) schickte ein Ermittlerteam an den See. Zu den ungeklärten Fragen gehört, ob der Anbieter Ripley Entertainment vor dem heranziehenden Unwetter gewarnt worden war und ob die Passagiere Rettungswesten getragen hatten.

Video: Mayday auf See - Übung für den Ernstfall

SPIEGEL TV

jpz/dpa/AFP



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