Belästigungsvorwürfe Papst akzeptiert Rücktritt von US-Bischof

Papst Franziskus hat den Rücktritt eines US-Bischofs aus West Virginia angenommen. Michael Bransfield soll erwachsene Priesterschüler sexuell belästigt haben.

Papst Franziskus (Archiv)
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Wegen Belästigungsvorwürfen hat der katholische US-Bischof Michael Bransfield sein Amt niedergelegt. Papst Franziskus billigte den Rücktritt des Geistlichen, wie dessen Diözese mitteilte. Gegen Bransfield waren Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von erwachsenen Priesterschülern erhoben worden.

Die Leitung des Bistums Wheeling-Charleston im US-Bundesstaat West Virginia wurde vorübergehend Erzbischof William Lori übertragen, der auch die Untersuchung zu den Vorwürfen gegen Bransfield führt. "Ich verspreche eine eingehende Untersuchung, um die Wahrheit über die verstörenden Vorwürfe gegen Monsignore Bransfield zu ermitteln", sagte Lori.

Bransfield war 2005 Bischof von Wheeling-Charleston geworden. 2012 hatte es schon einmal Vorwürfe wegen Missbrauchs zweier Schüler gegen den Geistlichen gegeben. Die Anschuldigungen konnten allerdings nicht belegt werden.

"Scham und Bedauern"

Der Papst traf am Donnerstag in Rom den Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz der USA, Daniel DiNardo. An dem Treffen nahm auch deren Generalsekretär Brian Bransfield teil, ein Vetter des zurückgetretenen Bischofs.

In den USA werden Hunderte katholische Priester des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt. Allein im Bundesstaat Pennsylvania hatten mehr als 300 Priester über Jahrzehnte hinweg mehr als tausend Kinder sexuell missbraucht. Die Dunkelziffer könnte noch sehr viel höher liegen, wie eine Untersuchung ergab. Der Vatikan hatte dazu im August "Scham und Bedauern" geäußert und den Opfern Unterstützung zugesichert.

Die katholische Kirche wurde in den vergangenen Jahren weltweit von einer Reihe von Missbrauchsskandalen erschüttert. Vertuschungsvorwürfe richteten sich zuletzt auch gegen den Papst selbst.

wit/AFP/dpa

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