Finger in Armlehne stecken geblieben Schauspieler verklagt US-Fluggesellschaften

"Demütigung" in der Businessclass: Weil sein kleiner Finger in der Armlehne eines Flugzeugsitzes stecken blieb, hat ein US-Schauspieler zwei US-Fluggesellschaften verklagt.


Die Fluggesellschaften American Airlines und SkyWest Airlines sehen sich dieser Tage mit einer ungewöhnlichen Klage konfrontiert: US-Schauspieler Stephen Keys ("Soul Plane", "Big Time Rush") wirft den Unternehmen vor, ihm seelisches Leid und wochenlange körperliche Schmerzen verursacht zu haben.

Keys saß am 9. September im Flieger von Reno im US-Bundesstaat Nevada nach Los Angeles, als sein kleiner Finger in einem Loch unter der Armlehne stecken blieb.

Ein Federmechanismus habe einen "intensiven Druck" auf den Finger ausgeübt und zu "Verletzung, Schwellung und Schmerz" geführt, heißt es in der Klageschrift. Die Situation habe sich zu einem "demütigenden öffentlichen Spektakel" entwickelt, als andere Passagiere beobachteten, wie Keys vergeblich versuchte, seinen Finger zu befreien.

Der Schauspieler litt laut eigenen Angaben fast eine Stunde, während Besatzungsmitglieder und herbeigerufene Feuerwehrleute versuchten, den Finger freizubekommen. Schließlich befreite ein Flugzeugmechaniker Keys aus seiner misslichen Lage, indem er die Armlehne auseinandernahm.

In der Klageschrift schreibt Keys, er könne seit dem Vorfall einige Routinetätigkeiten nicht mehr ausführen und auch nicht mit seinen Kindern spielen.

Die Fluggesellschaft SkyWest erklärte, man habe sich an Keys gewandt, um die Angelegenheit so schnell und unkompliziert wie möglich zu regeln. "Das Wohlergehen und die Sicherheit unserer Passagiere hat erste Priorität", hieß es. American Airlines ist einer von mehreren Vertragspartnern von SkyWest.

ala/dpa



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