Fauxpas eines US-Polizisten Großfahndung nach einer Dienstwaffe

Im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Polizist auf Streife seine Waffe verloren. Das bemerkte er aber erst nach acht Stunden. Jetzt müssen Bluthunde ran - und die Behörden bitten um Hinweise.

Colt AR-15 (Archivbild): acht Stunden ohne Waffe
Orange County Sheriff's Department

Colt AR-15 (Archivbild): acht Stunden ohne Waffe


Als jüngst ein Hilfssheriff in Orange County im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien seinen Dienst antrat, unterlief ihm ein folgenschweres Versäumnis. Bevor er in den Streifenwagen stieg, legte er seine Dienstwaffe auf den Kofferraumdeckel. Dann setzte er sich, offenbar gedankenverloren, ans Steuer und schob acht Stunden Dienst. Am Ende der Schicht merkte er, dass ihm etwas fehlte. Die Waffe.

Wie er seinem Sheriff den Vorfall erklärte, ist nicht bekannt. Wie der Chef reagierte, sehr wohl. Er löste eine Großfahndung aus, schickte Hilfspolizisten auf die Suche, Ermittler und sogar Bluthunde. Sie nahmen überall dort die Fährte auf, wo der Hilfssheriff herumgekurvt war - und die Waffe vom Kofferraum gerutscht sein könnte.

Doch bisher blieb das Ganze ohne Erfolg.

In einer Pressemitteilung schilderte der Sheriff den Fall - und bat die Öffentlichkeit auch um anonyme Hinweise. Bei der Waffe handele es sich um eine schwarze, halbautomatische Waffe vom Typ Colt AR-15. Sie befand sich zum Zeitpunkt des Verlustes in einer Nylontasche. Mit dabei waren drei geladene Magazine.

Der Fall kommt für den Sheriff zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen waren in seinem Bezirk drei Gefangene aus dem Gefängnis geflohen. Der Vorfall blieb 16 Stunden lang unerkannt. Erst dann schlugen Wärter Alarm. Beim Zählappell fehlten die drei. Wie die "Los Angeles Times" schreibt, sind sie noch auf der Flucht.

sms



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insgesamt 29 Beiträge
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visitor_2007 28.01.2016
1. Das toppen wir mit links:
http://www.bild.de/regional/frankfurt/polizist/verliert-waffe-beim-pinkeln-41295900.bild.html
viceman 28.01.2016
2. hast du einen dummen sohn,
schicke ihn zu bau-union, hast du dieser söhne zwei, schicke sie zur polizei! das gilt - anscheinend- weltweit, allerdings gibt es wenige länder, die ihre hilfspolizisten mit "kriegswaffen" ausrüsten...
meine Güte 28.01.2016
3. Ja und!
In den USA gibt es millionenfach Knarren. Der Finder kann sich die gefundene zu den anderen 32 Stück über den Kamin hängen bevor er in die Scheune geht und seine 35mm Flak abstaubt, auf dem Weg zur Scheune kann er dann noch bei seiner M16 den Verschluss ölen.
harmlos01 28.01.2016
4. Na und?
Das AR 15 habe ich im letzten Jahr für 860$ im Angebot frei verkäuflich gesehen. Also kein Grund zur Panik, denn diese Waffe ist als halbautomatische Waffe frei verküflich in den USA. Etwas anderes wäre es bei der militärischen Variante, dem vollautomatischen M16. Aber es kursieren auch viele illegale Umbauten in Privathänden und somit wäre auch das kein nationaler Notstand. Einzig, dass in der Gegend drei Ausbrecher herumstromern macht die Sache kritisch. Aber dass ausgerechnet diese drei die Waffe finden ist unwahrscheinlich!
efohy 28.01.2016
5. Andere Länder, andere Sitten...
... oder eben andere Waffen bei den Sicherheitsbehörden. Die halbautomatische Version ist allerdings kaum als Kriegswaffe zu bezeichnen. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum um die Waffe so ein Bohei gemacht wird. Die halbautomatische AR-15 kann man in jedem mittelmässigen Sportgeschäft in Kalifornien für ca. $500 kaufen.
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