USA: Hunderte Geier suchen Kleinstadt heim

Es ist eine Vogel-Plage der besonderen Art, mit der die amerikanische Kleinstadt Staunton derzeit zu kämpfen hat: Etwa 500 Geier haben sich in dem Ort niedergelassen. Die Bewohner sind beunruhigt.

Washington - Die Geier schlafen auf vielen Grundstücken und verursachen mit ihrem Kot ernsthafte Hygieneprobleme, wie die Lokalzeitung "The News Leader" berichtete. Einige der 24.000 Bürger Stauntons (US-Bundesstaat Virginia) hätten sich über das ohrenbetäubende Kreischen der Tiere beschwert. Andere haben schlichtweg Angst vor den Raubvögeln.

Die ungewöhnliche Plage führt zu besonderen Maßnahmen: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) habe jetzt bis zu 200 Tiere in Staunton zum Abschuss freigegeben, und das, obwohl Geier in Virginia unter Artenschutz stehen. Viele Anwohner hätten ihre Grundstücke am Montag bereits für die Geierjagd zur Verfügung gestellt.

Allerdings sollten die Greifvögel nur dann getötet werden, wenn friedliche Abschreckungsmaßnahmen wie lauter Lärm und grelles Licht durch Pyrotechnik gescheitert seien, sagte USDA-Sprecher Scott Barras. Auch sollen Geier-Kadaver in Bäume gehängt werden, um die lebenden Artgenossen zu vertreiben.

Geier neigen dazu, sich im Winter in größeren Gruppen zusammenzurotten. Zuletzt wurde ein solches Verhalten in den USA im Jahr 2002 beobachtet.

jdl/dpa

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