Familiendrama in den USA Mutter verunglückt tödlich, Einjähriger überlebt drei Tage in Schlucht

Nach einem für ihre Mutter tödlichen Autounfall haben ein Dreijähriger und ein Einjähriger mehrere Tage allein überlebt. Die Polizei im US-Bundesstaat Arkansas spricht von einem "Wunder".


Im US-Bundesstaat Arkansas haben zwei Kleinkinder ohne ihre tödlich verunglückte Mutter mutmaßlich drei Tage lang überlebt. Ein Einjähriger harrte in seinem Kindersitz in dem in eine Schlucht gestürzten Unfallwagen aus, sein dreijähriger Bruder wurde orientierungslos und übersät mit Schnittwunden auf einem Highway in der Nähe der Stadt Camden im Süden von Arkansas aufgegriffen.

Bei der Polizei sei am Montag ein Notruf eingegangen, nachdem der Junge in dem ländlichen Gebiet ganz allein gesichtet worden war, sagte Nathan Greenley von der Polizei in Ouachita County dem Sender CNN. "Er war extrem traumatisiert."

Nachdem der Dreijährige gebadet, mit Essen versorgt und neu eingekleidet worden war, suchten die Behörden nach Angehörigen. Das Sheriffbüro postete ein Foto des Kindes in den sozialen Medien - mit Erfolg.

Ein Familienmitglied kontaktierte das Sheriffbüro und erklärte, der einjährige Bruder des Kindes müsse irgendwo in der Nähe sein, auch von der Mutter fehle jede Spur, seit sie am Donnerstag zum Einkaufen gefahren sei. Die Polizei durchkämmte das Gebiet, in dem der Dreijährige entdeckt worden war und fand schließlich in einer Schlucht den Unfallwagen, der sich offenbar überschlagen hatte und auf der Seite liegen geblieben war. Von der Straße war das Fahrzeug demnach nicht zu sehen.

Im Autowrack, in der Schlucht, festgeschnallt im Kindersitz

Im Innern des Autos entdeckten die Polizisten tatsächlich den gesuchten Einjährigen. Er war noch immer in seinem Kindersitz angeschnallt, wach und ansprechbar. Das Kind sei umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, so Greenley.

In der Nähe fanden die Ermittler dann auch die Leiche der Mutter. Die 25-Jährige war bei dem Aufprall aus dem Auto geschleudert worden.

"Die Mutter wurde zuletzt am Donnerstag gesehen, also könnten die Kinder drei Tage da draußen gewesen sein", vermutet Greenley. "Das ist das Bemerkenswerteste, was mir in elf Jahren Dienst untergekommen ist." Während die Kinder allein waren, sei es in der Region rund 130 Kilometer südwestlich von Little Rock sehr heiß und schwül gewesen, es habe Gewitter gegeben. Dass die Kinder überlebt hätten, sei "nichts Geringeres als ein Wunder", so Greenley.

CNN zufolge musste der Vater der Toten noch im Krankenhaus erfahren, dass seine Tochter in der vierten Woche schwanger war. "Wir haben zwei verloren", sagte Holliman.

Die überlebenden Kinder waren stark dehydriert. Sie sind inzwischen in Obhut von Angehörigen.

ala



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