Extremwetter Heftiger Schneesturm an US-Ostküste - mindestens eine Tote

Gerade erst suchte ein sogenannter Bombenzyklon die US-Ostküste heim - nun herrscht dort schon wieder eine extreme Wetterlage. Mehr als 50 Millionen Menschen sind von Sturmwarnungen betroffen.

REUTERS

Der zweite Wintersturm innerhalb weniger Tage fegt über die US-Ostküste hinweg. Seit Mittwoch wurden erneut starke Schneefälle gemeldet. Im Bundesstaat New York wurde eine 88-jährige Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, wie der Sender CBS News berichtete. In New Jersey wurde ein Lehrer von einem Blitz getroffen, der Mann überlebte.

Die Gouverneure der US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Massachusetts riefen den Notstand aus. Die Schneefälle in der Region hatten die Voraussagen der Meteorologen übertroffen: In Teilen New Yorks fielen 30 Zentimeter Schnee, in nahe gelegenen ländlichen Regionen Maß der Nationale Wetterdienst bis zu einem halben Meter. Viele Schulen von Philadelphia bis Boston blieben bereits am Mittwoch geschlossen.

Angaben der Webseite FlightAware zufolge wurden mehr als 2700 Flüge gestrichen. Allein am New Yorker Großflughafen John F. Kennedy wurden demnach rund 550 Flüge gestrichen - 42 Prozent der vorgesehenen Verbindungen. An den Flughäfen La Guardia und Newark fielen mehr als 700 Flüge aus.

Die für diese drei Flughäfen zuständige Behörde Port Authority erklärte, jeder Flughafen halte vorsorglich Klappbetten, Decken sowie Windeln und Milch für Babys bereit. In Boston und Philadelphia wurden fast 20 Prozent der Flüge abgesagt.

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USA: Schneesturm an der Ostküste

Auch zahlreiche Bahnverbindungen zwischen der Hauptstadt Washington und Boston wurden gestrichen. Heftige Windböen und dichter Nebel behinderten am Mittwochabend auch den Straßenverkehr in New York.

Mehr als 50 Millionen Menschen von Maryland bis Maine sind von den Sturmwarnungen betroffen. Allein im Bundesstaat New Jersey waren am Mittwochabend nach Angaben von Gouverneur Phil Murphy 300.000 Einwohner ohne Strom. Auch mit Überflutungen wurde gerechnet.

Ende voriger Woche waren bei einem sogenannten Bombenzyklon an Ostküste acht Menschen ums Leben gekommen. Wintersturm "Riley" hatte große Teile der Region mit Schnee- und Regenfällen sowie starken Windböen überzogen. Viele Küstenzonen waren überschwemmt und insgesamt zwei Millionen Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten worden.

wit/dpa/AFP

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