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USA: Mehrere Tote bei Tornados in Oklahoma

AP

Die US-Bundesstaaten Oklahoma und Missouri sind erneut von Tornados heimgesucht worden: Mindestens fünf Menschen kamen durch die Wirbelstürme ums Leben. Die Behörden melden rund 50 Verletzte - und warnen vor Überschwemmungen.

Washington - Knapp zwei Wochen nachdem ein Tornado einen Vorort von Oklahoma City verwüstet hat, sind erneut heftige Wirbelstürme über die US-Bundesstaaten Oklahoma und Missouri hinweggefegt. Im Großraum Oklahoma City wurden dabei mindestens fünf Menschen getötet.

Unter den Opfern sind laut Behördenangaben auch eine Mutter und ihr Baby. Die beiden seien auf einer Fernstraße westlich von Oklahoma City unterwegs gewesen, als ihr Auto von einem Tornado erfasst und durch die Luft geschleudert worden sei, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem starben Polizeiangaben zufolge zwei Menschen in Union City und eine Person in El Reno. Rund 50 Menschen seien verletzt worden, fünf von ihnen befänden sich in kritischem Zustand, hieß es.

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Mehrere Tote: Tornado-Alarm in Oklahoma

In Oklahoma City standen zahlreiche Straßen unter Wasser. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen aufgrund heftiger Regenfälle und sprachen von großflächigen Schäden. Wetterexperten zufolge zogen bis zu fünf Tornados durch die Region, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometern die Stunde. Dabei gingen teils sehr große Hagelkörner nieder. Der Sender KFOR berichtete von schweren Schäden in El Reno und Yukon. In Broken Arrow, Oklahoma, wurden Hausdächer durch die Tornados abgedeckt.

Flughafen evakuiert

Viele Menschen saßen in ihren Autos zeitweise im Stau fest. Teile von zwei Fernstraßen, die durch Oklahoma City und die am 20. Mai verwüstete Kleinstadt Moore führen, seien zu einem riesigen Parkplatz geworden, berichtete der nationale Wetterdienst. Die Gouverneurin von Oklahoma, Mary Fallin, teilte mit, sie habe unter anderem die Nationalgarde und die Verkehrspolizei aufgerufen, die Staus aufzulösen und die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Zehntausende Haushalte in der Region waren zwischenzeitlich ohne Strom. Fernsehbilder zeigten abgerissene Stromleitungen und umhergeschleuderte Fahrzeuge. Der Flughafen von Oklahoma City wurde aus Sicherheitsgründen evakuiert. Die Fluggäste suchten im Untergeschoss Zuflucht.

Der Flughafen von St. Louis in Missouri sei wegen des Unwetters ebenfalls geschlossen worden, hieß es. Die Stürme bewegten sich am Freitagabend (Ortszeit) Richtung Missouri weiter. Nordwestlich von St. Louis in Missouri wurde ein großer und sehr gefährlicher Tornado gesichtet. Auch dort wurden die Menschen aufgerufen, Schutz zu suchen.

Ein Tornado der höchsten Kategorie hatte am 20. Mai Moore, ein Vorort von Oklahoma City, verwüstet und insgesamt mindestens 24 Menschen in den Tod gerissen. Die erneuten Wirbelstürme seien bei weitem nicht so heftig gewesen, teilte der nationale Wetterdienst mit. Die Gegend um Oklahoma City wird "Tornado Alley" genannt, weil es dort häufig zu heftigen Wirbelstürmen kommt.

wit/dpa/AP/Reuters/AFP

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1. Mein Mitgefühl
seeto 01.06.2013
haben die Opfer und ihre Angehörigen. Bedenkt man allerdings das die USA für die Erde eine Raketenabwehr entwickelt haben, ins Weltall fliegen, zum Mond fliegen... und auf der anderen Seite so Unterentwickelt und Arm sind, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Keine Infrastruktur in der Versorgung (Strom, Wasser, Gas etc.), Millionen wohnen in Behausungen in der Europäer ne Woche im Urlaub leben, andere haben Holzhäuser o. Keller, für ca. 50 Millionen keine Ärzteversorgung (1 mal im Jahr "Ärzte o. Grenzen"), laut Studie hungern ca. 34 Millionen Amerikaner (jeder neunte) und das könnte man unendlich weiterführen. Sicher sind hier Menschen gestorben, aber durch eine Situation die in einem Staat wie die USA nicht vorkommen müsste. Im Gegensatz dazu starben in den letzten 24 Stunden 25.000 Menschen an Hunger auf der Welt, die sich nicht helfen können, da wir Industrienationen diese ausbeuten und jedes Jahr auf deren Kosten 400-500 Millionen Tonnen Lebensmittel wegschmeißen.
2. ...
metbaer 01.06.2013
... und jetzt geht es wieder los: Deutsche, die von ihren Schreibtischstühlen erklären werden, dass das alles nicht passiert wäre, wenn man die Häuser wie in Deutschland gebaut hätte und man sich ohnehin mehr deutsch verhalten hätte. Wie war das? Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Mein ehrliches Beileid den Opfern. Aber man muss dazu auch sagen: Leider der Preis für ein Leben in der Tornado Alley. Oklahoma, Missouri, Kansas etc. - da gehören Tornados immer wieder dazu. Aber gut, die Leute die dort leben wissen das und nehmen das in Kauf. Genau, wie die Menschen an Rhein oder Elbe nicht wegziehen werden, bloß weil es mal Hochwasser gegeben hat.
3. hört auf so nen scheiss auf die titelseite zu packen
lambizzel 01.06.2013
echt ey...
4. Nein, in Sachsen soll es ja auch regnen und winden.
carolian 01.06.2013
Aber das es in Amerika regnet...., dem heiligen Amerika. Ungeheuerlich und eine Titelgeschichte wert. Apropos, wie sieht das Wetter in China aus und hat man den berühmten Reissack rechtzeitig in Sicherheit gebracht?
5. schlimm......
losdoszorros 01.06.2013
....aber warum spielt die Hochwassersituation in Deutschland die zweite Geige in Ihrer Berichterstattung?
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Tornados
Definition
Tornados sind Wirbelstürme. Sie entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten in Mitteleuropa häufig zusammen mit Gewittern auf. Dabei stülpt sich aus der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch. In den USA erreichen Tornados im Extremfall Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde - meist sind es etwa 120 Kilometer pro Stunde. Den im Volksmund gebräuchlichen Begriff Windhose benutzen Meteorologen selten, weil er das meist folgenreiche Wetterphänomen ihrer Ansicht nach verniedlicht.
Entstehung
Tornados können wegen ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens oft nicht vorausgesagt werden. In europäischen Breiten löst sich das Phänomen in der Regel nach wenigen Minuten wieder auf. Ein Tornado bildet sich nach Angaben von Experten nur unter bestimmten Konstellationen. Wichtige sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in unterschiedlichen Höhen. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und als eine Art Rüssel sichtbar wird.

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