Regen, Stürme, Schnee Mehrere Tote bei schweren Unwettern in den USA

In einem halben Dutzend US-Bundesstaaten haben Regenfälle schwere Überschwemmungen ausgelöst: Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, Tausende Häuser wurden evakuiert. Betroffen von Unwettern ist auch Mexiko.

Halb versunkenes Auto in Bossier Parish
AP

Halb versunkenes Auto in Bossier Parish


Bei schweren Überschwemmungen sind im Süden der USA mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. In den vergangenen Tagen hatte es in den Bundesstaaten Louisiana, Arkansas, Tennessee, Texas und Oklahoma heftig geregnet. Straßen stehen unter Wasser, Häuser mussten evakuiert werden. Auch in Mexiko zogen heftige Stürme über das Land.

Im US-Bundesstaat Louisiana rief Gouverneur John Bel Edwards in 16 Gemeinden den Notstand aus. Die Nationalgarde rückte zur Unterstützung der lokalen Behörden an. In der Stadt Bienville Parish kam ein Mann ums Leben, wie der US-Sender CNN berichtete. Sein Auto war von den Fluten erfasst worden.

"Wir mussten Menschen von Dächern und Bäumen retten"

In Oklahoma starb ein 30-Jähriger, als er mit seinem Auto in einen Flussarm gespült wurde. In Texas ertrank ein Mann, der mit seinem Kajak gekentert war. Der Nationale Wetterdienst empfahl Bewohnern der betroffenen Gebiete, ihre Autos nicht zu benutzen. Mehr als die Hälfte aller Flutopfer kämen in Fahrzeugen ums Leben, hieß es.

In der Stadt Bossier City wurden laut CNN 3500 Häuser evakuiert, weil ein Deich zu brechen drohte. "Wir mussten Menschen von Hausdächern, von Bäumen und aus Autos retten", sagte ein Polizeisprecher dem Sender.

Vorerst soll es weiter regnen. Behörden und Universitäten im Bundesstaat Louisiana bleiben teilweise geschlossen. Der Nationale Wetterdienst warnte vor weiteren Überschwemmungen entlang des Mississippi, bis in die weiter nördlich gelegenen Bundesstaaten Missouri, Indiana und Illinois hinein. Laut CNN könnte sich das aktuelle Tiefdruckgebiet noch bis zum Wochenende über den betroffenen Gebieten halten.

Weiter südlich, in Mexiko, sorgte eine Kaltfront für heftige Stürme und Schneefall. Am Donnerstag fiel in Mexiko-Stadt und im angrenzenden Bundesstaat México die Schule aus. Die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern. In der Hauptstadt fielen rund 160 Bäume um. Mehrere Viertel waren stundenlang ohne Strom. In Metepec im Bundesstaat México stürzte eine Werbetafel auf eine Autobahn. Fünf Menschen wurden bei dem Unfall verletzt.

mxw/dpa



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