"USS Indianapolis" Forscher entdecken Wrack von legendärem US-Kriegsschiff

Die "USS Indianapolis" gilt als das Schiff, das die Atombombe für Hiroshima transportierte. Auf der Heimfahrt wurde der Kreuzer 1945 versenkt. Jahrzehntelang suchten Forscher nach dem Wrack - bis jetzt.

Courtesy U.S. Naval History and Heritage Command/ U.S. Navy/REUTERS

Rund 5500 Meter tief im Nordpazifik haben Forscher ein Wrack entdeckt: Es soll sich um die legendäre "USS Indianapolis" handeln. Die Expeditionscrew des privaten Forschungsschiffs "Petrel" habe die Überreste nach eigenen Angaben lokalisiert, teilte die US-Marine mit.

Die "Petrel" gehört dem Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, die "Indianapolis" zu finden. Es mache ihn demütig, durch die Entdeckung eines Schiffs, das so eine wichtige Rolle bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs gespielt habe, die mutige Besatzung und deren Familien zu ehren, ließ Allen mitteilen.

Am 30 Juli 1945 war die "Indianapolis" mit 1196 Mann Besatzung an Bord von zwei Torpedos eines japanischen U-Boots getroffen worden. Innerhalb von zwölf Minuten sank das Schiff. 300 Matrosen waren sofort tot, mehr als 500 starben anschließend im Meer - viele davon durch Haiangriffe. Nur 316 Menschen überlebten.

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Gesunkenes Kriegsschiff: So sehen die Überreste der "Indianapolis" aus

Wenige Tage zuvor hatte die "Indianapolis" wichtige Bestandteile der Atombombe "Little Boy" von der US-Westküste zur Insel Tinian gebracht. Von dort aus startete der B29-Bomber "Enola Gay" am 6. August 1945 zum Abwurf der Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima.

Das Schicksal der "USS Indianapolis" ist mehrmals verfilmt worden, zuletzt im vergangenen Jahr unter dem Titel "USS Indianapolis: Men of Courage" mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. Der Film startet im Oktober in den Kinos.

stk/AP



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