Schläge in den Bauch Vater soll Säugling zu Tode geboxt haben

Schwere Vorwürfe gegen einen jungen Vater aus dem Sauerland: Der 29-Jährige soll seinen vier Monate alten Sohn so heftig in den Bauch geschlagen haben, dass dieser starb. Ein Rechtsmediziner alarmierte die Ermittler.


Brilon - Ein Familienvater aus der Kleinstadt Brilon im Hochsauerlandkreis steht unter dem Verdacht, einen seiner Söhne getötet zu haben. "Der Mann wurde am Samstagnachmittag wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft genommen", sagte Staatsanwalt Klaus Neulken in Arnsberg, Nordrhein-Westfalen.

Ersten Ermittlungen zufolge befand sich der Handwerker am Freitagnachmittag mit seinen vier Monate und eineinhalb Jahre alten Söhnen allein in dem von der Familie bewohnten Einfamilienhaus, als der Jüngere unter bisher ungeklärten Umständen zu Tode kam.

Ein Rechtsmediziner stellte fest, dass das Kind vermutlich in den Bauch geboxt wurde - "warum, das wüssten wir auch gern", sagte der Staatsanwalt. Der Mann habe angegeben, sein Sohn habe sich übergeben, danach habe er ihm mehrfach auf den Bauch gedrückt.

Als die 30-jährige Mutter nach Hause gekommen sei, hätten die Eltern noch versucht, den Säugling zu reanimieren, hieß es. Als der Notarzt eintraf, war der Junge aber bereits tot.

"Weil die Todesursache unklar war, wurde am Samstag eine Obduktion durchgeführt", so der Staatsanwalt. Der Rechtsmediziner habe dann mitgeteilt, dass etwas nicht stimme. Auch die Mutter wurde festgenommen. Jetzt ermittelt eine Mordkommission.

ala/dpa



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