Vatertag Schleswig-Holstein verhängt Alkoholverbote

Bollerwagen, Bier und blauer Himmel: Viele Männer dürften darin die ideale Kombination für einen Ausflug am Vatertag sehen. Doch einige schleswig-holsteinische Gemeinden durchkreuzen diese Pläne - mit einem Alkoholverbot.

Bier in Berlin: Das wäre an einigen Orten in Schleswig-Holstein verboten
DPA

Bier in Berlin: Das wäre an einigen Orten in Schleswig-Holstein verboten


Neumünster/Bad Segeberg - Einige Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein haben auf Alkoholexzesse und Ausschreitungen an den Vatertagen der vergangen Jahre reagiert. Sie sprachen für diesen Donnerstag ein Alkoholverbot aus.

Am Timmendorfer Strand, am Segeberger See, am Einfelder See in Neumünster und am Großensee im Kreis Stormarn mussten Vatertagsfeiernde auf Bier, Wein und Schnäpse verzichten.

Das Verbot habe bisher sehr gut gegriffen, berichtete die Polizei in Schleswig-Holstein am Donnerstagmittag. "Letztes Jahr waren die Zellen hier voll mit stark alkoholisierten Personen und mit Straftätern", sagte ein Polizeisprecher in Bad Segeberg. Jetzt sei es sehr ruhig.

Die Polizei war laut NDR mit vielen Beamten im Einsatz. Allein Bad Segeberg habe 150 Einsatzkräfte als Verstärkung bekommen, die insbesondere Jugendliche überprüfen sollten. Teilweise habe es auch Zugangskontrollen zu den Orten gegeben.

wit/dpa



insgesamt 96 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pepito_Sbazzagutti 02.06.2011
1. ....
Liebe Schleswig-Holsteiner, weicht doch zum Feiern einfach nach Hamburg, Bremen oder Niedersachsen aus. Bei uns in NRW, speziell im Ruhrgebiet, seid ihr auch willkommen. So einfach is dat.
hachingerbach 02.06.2011
2. Sowas...
... kann in Bayern nicht passieren! Prost!
apira 02.06.2011
3. Jetzt reichts langsam
Zitat von sysopBollerwagen, Bier und blauer Himmel: Viele Männer dürften sich*darin die ideale Kombination für einen Ausflug am Vatertag sehen. Doch einige schleswig-holsteinische Gemeinden durchkreuzen diese Pläne - mit einem Alkoholverbot. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,766324,00.html
Allmählich reichts aber mal. Der Staat hat keinen Erziehungsauftrag betreffend erwachsene Menschen, und sich grotesk daneben zu benehmen ist ohnehin verboten, mit oder ohne Alkohol.
OneTwoThree 02.06.2011
4. Naja...
Zitat von apiraAllmählich reichts aber mal. Der Staat hat keinen Erziehungsauftrag betreffend erwachsene Menschen, und sich grotesk daneben zu benehmen ist ohnehin verboten, mit oder ohne Alkohol.
Hätten Sie gerne Horden sich übergebender, rumpöbelnder Teenager, die mit ihren Musikbeschallten Handwagen durch die Gegend ziehen, bei sich im Vorgarten? Denn darum handelt es sich meistens, jugendliche die sich an einem christlichen Feiertag die Kante geben. Wer so vehement dafür ist, kann sich ja mal am Tag danach aufmachen, die Hinterlassenschaften der ´´feiernden´´ zu beseitigen. An manchen Orten siehts es teilweise aus, wie am Ballermann nach der Hauptsaison. Desweiteren ist wohl die Stadt/Gemeinde als öffentlicher Träger im allgemeinen durchaus berechtigt, ein Alkoholverbot auszusprechen. Das sich verkappte Alkoholiker ihren Stuff zuhause reinpfeifen können, ist doch davon nicht betroffen. Aber zuhause kann man ja nicht den Mädels/Frauen hinterher gaffen, dumme Sprüche ablassen und teilweise auch mal handgreiflich werden. Vom Lerneffekt für die Kinder mal ganz abgesehen.
loeweneule, 02.06.2011
5. nee
Nun bin ich wirklich der letzte, der sich öffentlich dem Vollsuff hingibt, noch erfreut mich der Anblick von Menschen, die dieses tun. Jedoch: man kann ihnen im Allgemeinen aus dem Weg gehen (Ausnahme: öffentliche Verkehrsmittel, da kann es wirklich übel sein), ein Verbot erscheint mir nachgerade als lächerlich. Scheint mir aber ein Symptom für unsere Zeit zu sein. Nach vielfältiger Lockerung von Konventionen und Sitten seit den 60er Jahren schlägt das Pendel nun zurück und der erhobene Zeigefinger rückt wieder in den Vordergrund. Das Geschrei nach Rauchverbot möglichst auch unter freiem Himmel etwa.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.