Vatikan-Lexikon Unfehlbarkeit


Die Irrtumsfreiheit des Papstes in Fragen des Glaubens und der Moral wurde auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 zum Dogma erhoben - gegen den Widerstand einer starken Minderheit, darunter die meisten deutschen und österreichischen Bischöfe. Allerdings gilt diese Unfehlbarkeit nur unter bestimmten Bedingungen: wenn der Papst mit der offenkundigen Absicht "ex cathedra" einen Lehrsatz verkündet, die Gesamtkirche auf dessen Anerkennung zu verpflichten.

Der Papst gilt nicht als unfehlbar in seinen persönlichen Ansichten. Nach 1870 wurde in der römisch-katholischen Kirche lediglich ein Lehrsatz ex cathedra verkündet: das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel von 1950.

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