Venezuela-Urlaub: Modehaus-Chef Missoni mit Flugzeug verschollen

Der Chef des italienischen Modehauses Missoni wird in Venezuela vermisst. Rettungskräfte suchen vor der Küste des Landes nach dem Kleinflugzeug von Vittorio Missoni. An Bord waren auch seine Frau und vier weitere Menschen.

Caracas - Rettungskräfte haben in Venezuela eine Suchaktion nach dem Kleinflugzeug des italienischen Modeunternehmers Vittorio Missoni unternommen. Neben Missoni befanden sich seine Frau, zwei italienische Freunde und zwei venezolanische Besatzungsmitglieder an Bord. Die Maschine vom Typ BN-2 Islander war am Freitag beim Flug von der Insel Los Roques in die Hauptstadt Caracas von den Radarschirmen verschwunden und gilt seitdem als vermisst.

Suchtrupps halten nun vor der venezolanischen Küste Ausschau nach der Maschine. "Wir halten an einem Hoffnungsschimmer fest", sagte Oswaldo Scalvenzi im italienischen Staatsfernsehen. Er ist ein Verwandter einer Freundin Missonis, die auch an Bord des Flugzeugs war. "Bis wir das Wrack sehen", habe seine Familie noch Hoffnung.

Die Rettungskräfte suchen mit Flugzeugen und Booten nach der Maschine. Luca Missoni, der Bruder des Vermissten, reiste nach Venezuela, um die Suche von dort aus zu verfolgen.

Das Flugzeug der Vermissten war am Freitag gegen Mittag auf der Insel Los Roques gestartet und sollte nach 42 Minuten Flugzeit in der Hauptstadt Caracas ankommen. Nach Angaben venezolanischer Behörden hatte die Maschine Treibstoff für drei Stunden Flugzeit getankt. Die Flugüberwachung meldete die Maschine als vermisst, weil die Besatzung am Freitag über Stunden hinweg keinen Kontakt mehr zum Tower aufgenommen hatte. Die letzte nachvollziehbare Position des Flugzeugs sei über Bordsysteme etwa 18 Kilometer südlich der Insel Los Roques ermittelt worden, hieß es. Insgesamt sollte die Flugstrecke rund 150 Kilometer betragen.

Die Inselgruppe gilt wegen ihrer Korallenriffe als Taucherparadies und ist bekannt für schöne Strände. Das Ehepaar Missoni machte dort zusammen mit Freunden seinen Weihnachtsurlaub.

Das Modehaus Missoni ist für seine von Zickzack-Mustern geprägte Mode bekannt. Vittorio Missoni hat eine Schlüsselrolle beim Marketing. Er kümmerte sich vor allem um die Geschäfte in Asien, den USA und Frankreich. Sein Vater Ottavio Missoni hat die Firma gegründet und verfolgt mit 91 Jahren noch immer das Geschehen. Vittorio Missonis Mutter Rosita entwirft Einrichtungsgegenstände, seine Schwester Angela ist Chefdesignerin des Hauses.

mmq/AP

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