Koblenz - Die Feierlaune wird den Gästen schnell vergangen sein: Reihenweise mussten sich Passagiere des niederländischen Fahrgastschiffes "Prinses Juliana" an Silvester übergeben, dazu kam Durchfall. Rund 30 Patienten werden an Bord ärztlich betreut, ein Mann musste ins Krankenhaus gebracht werden. Sonst darf niemand von Bord: Da der Verdacht besteht, dass es sich bei den Erregern um hochansteckende Noroviren handelt, hat die Wasserschutzpolizei von Koblenz das Schiff und seine Insassen unter Quarantäne gestellt.
Zur Zeit wird untersucht, was die Gäste krank gemacht hat. Erst im Laufe des Wochenendes erhoffen sich die Behörden Klarheit darüber, ob es sich tatsächlich um die gefürchteten Krankheitsauslöser handelt. In den meisten Fällen verläuft die Norovirus-Attacke zwar unangenehm, bleibt aber ungefährlich.
Auch die über hundert (noch) gesunden Passagiere müssen sich gedulden, bis die Ergebnisse vorliegen. Die Silvesternacht wollten alle sowieso freiwillig an Bord verbringen - allerdings unter anderen Umständen: Auf der "Prinses Juliana" sollte eigentlich ins neue Jahr hinein gefeiert werden.
Der Brechdurchfall auf der Mosel ist kein Einzelfall. Immer wieder müssen Kreuzfahrtschiffe unter Quarantäne gestellt werden. Experten warnen schon lange vor mangelhafter Hygiene an Bord.
kuz/dpa
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