Baden-Württemberg Mann nach zehn Stunden aus Höhle befreit

Diese Bergung unter Tage war für die Helfer eine Herausforderung: Sie konnten einen Verletzten aus einer Höhle retten - er war zehn Stunden hinter einem überfluteten Abschnitt gefangen.

Falkensteiner Höhle: Ein Verunglückter konnte hier geborgen werden
imago

Falkensteiner Höhle: Ein Verunglückter konnte hier geborgen werden


Rettungskräfte haben einen verunglückten Mann aus einer Höhle in Baden-Württemberg geborgen. Der 60-Jährige war am Sonntagnachmittag in der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten auf nassem Untergrund gestürzt und hatte sich den Arm gebrochen, wie das Polizeipräsidium Reutlingen mitteilte.

Er gehörte zu einer 15-köpfigen Gruppe. Da die Unglücksstelle mehrere Hundert Meter vom Eingang entfernt, hinter einem wassergefüllten Höhlenabschnitt lag, gestaltete sich die Rettung äußerst schwierig. Zehn Stunden musste der verletzte Mann unter Tage ausharren.

Der aus Bayreuth stammende Höhlengänger schaffte es wegen seiner Verletzung und eingenommener Schmerzmittel nicht mehr selbst aus der Höhle heraus. Erst gegen Mitternacht erreichten die Retter den Verunglückten und konnten ihn bergen. Der stark unterkühlte Mann kam in eine Klinik. An der Rettungsaktion waren fast 80 Helfer der Höhlenrettung, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und der Bergwacht beteiligt.

Der Unfall ereignete sich fast genau ein Jahr nach dem Unglück in der bayerischen Riesending-Schachthöhle. Dort hatte Anfang Juni 2014 ein Lehmbrocken einen Höhlenforscher am Kopf getroffen. Er konnte erst elf Tage nach seinem Unfall mit einem Schädel-Hirn-Trauma aus der Höhle befreit werden.

amt/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.