Vermisstes Mädchen auf Rügen Helfer brechen Suche erneut ab

Ein erneuter Küstenabbruch auf Rügen gefährdete die Helfer, deshalb brachen sie die Suche nach der vermissten Zehnjährigen wieder ab. Das Mädchen war vor mehr als einer Woche verschüttet worden. Hoffnung, das Mädchen zu retten, gibt es nicht mehr.

Erdrutsch auf Rügen: Keine Hoffnung für vermisste Zehnjährige
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Erdrutsch auf Rügen: Keine Hoffnung für vermisste Zehnjährige


Kap Arkona - Die Suche nach dem verschütteten Mädchen auf Rügen ist am Montagabend erneut abgebrochen worden. An der betroffenen Steilküste am Kap Arkona sei es wieder zu einem Küstenabbruch gekommen, teilte eine Sprecherin des Landkreises Nordvorpommern mit. Die Helfer seien selbst in Gefahr gewesen und deshalb abgezogen worden. Am Dienstag werde entschieden, wie es mit der Suche nach der Zehnjährigen aus dem Norden Brandenburgs weitergehen soll.

Die rund 20 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Freiwilligen Feuerwehr hatten stundenlang nach dem Kind gesucht, das vor einer Woche bei einem Spaziergang am Strand unterhalb der Steilküste verschüttet worden war. Die Mutter und die ältere Schwester wurden bei dem Unglück verletzt, für die Zehnjährige gibt es keine Hoffnung mehr.

Leichenspürhunde hatten am Montagnachmittag an einer Stelle am Fuß der abgerutschten Steilküste angeschlagen, woraufhin die Helfer erneut anrückten. In der Nacht zum Freitag war die Suche wegen ungünstiger Witterung und Hochwassers unterbrochen worden. Am Montag hatten sich die Bedingungen gebessert, weshalb auch bei Dunkelheit mit Scheinwerferlicht und der Hilfe eines Baggers weitergegraben werden sollte. Schon in der vergangenen Woche hatten Hunde an einer anderen Stelle angeschlagen, die Suche blieb jedoch vergeblich.

Bei dem Küstenabrutsch am 26. Dezember waren Tausende Kubikmeter Sand, Kreise, Lehm und Erdreich knapp 40 Meter in die Tiefe auf den Strand gestürzt. Sie bilden einen riesigen, sehr kompakten Schuttberg. Hohlräume gibt es nicht. Die Menge würde mehrere Eisenbahnwaggons füllen. Ein Teil rutschte bis zu 30 Meter ins Meer.

Oberste Priorität sei es, das Kind zu finden. Einsatzleiter Daniel Hartlieb sagte, für die Eltern und auch für die Helfer sei es wichtig, Gewissheit zu bekommen.

otr/dpa/dapd

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