Vietnam Ausflugsboot kentert - viele Tote

Der Untergang eines Ausflugsschiffes hat in Vietnam zwölf Menschenleben gefordert. Unter den Opfer sollen auch zahlreiche Touristen sein. Die Ursache des Unglücks ist noch vollkommen unklar.


Hanoi - Beim Untergang eines Ausflugsbootes sind in Vietnam am Donnerstag zwölf Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern des Schiffsunglücks in der bei Touristen beliebten Bucht von Halong im Norden des Landes seien zehn ausländische Touristen, sagte ein Vertreter der örtlichen Behörden. Auch ein Übersetzer und ein vietnamesischer Urlauber kamen demnach ums Leben.

An Bord des Bootes waren insgesamt 21 Reisende. Die Toten stammten den Angaben zufolge aus den USA, Australien und Großbritannien. Neun ausländische Touristen und sechs Vietnamesen wurden gerettet. Nach möglichen Vermissten wurde noch gesucht. Ein Krankenhausmitarbeiter berichtete, drei Touristen, zwei Männer aus den USA und Frankreich und eine Frau aus der Schweiz, würden wegen leichterer Verletzungen behandelt.

Das Unglück ereignete sich vor Sonnenaufgang. Neun Touristen und sechs Besatzungsmitglieder konnten von Fischern in Sicherheit gebracht werden. Warum das Ausflugsboot unterging, war zunächst unklar. Ein Behördenvertreter schloss aber schlechtes Wetter als Unglücksursache aus. Seinen Angaben zufolge herrschte am Morgen mildes Wetter. "Nach ersten Informationen ist ein Teil des Schiffes plötzlich auseinandergebrochen", sagte er.

Die Bucht von Halong liegt in der Provinz Quang Ninh im Norden Vietnams. Sie gilt als Touristenattraktion und zählt seit 1994 zum Weltkulturerbe der Unesco. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2010 besuchten mehr als 2,3 Millionen in- und ausländische Touristen die Bucht von Halong. Viele Ausflugsschiffe bieten dort auch Nachtfahrten an.

jdl/AFP/dapd



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