Volkszählung 70.000 Australier wollen Jedi-Ritter sein

Eine Volkszählung in Australien hat es hervorgebracht: Der Jedi-Ritter Luke Skywalker aus der Science Fiction-Saga "Star Wars" ist bei weitem nicht der letzte seiner Art. 70.000 Menschen gaben bei der Umfrage Jedi als Religion an.


Die Jedi-Jünger Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor, li.) und Qui-Gon Jinn (Liam Neeson, in "Star Wars: Episode 1") : Tausende wollen bloß die Regierung ärgern
AP

Die Jedi-Jünger Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor, li.) und Qui-Gon Jinn (Liam Neeson, in "Star Wars: Episode 1") : Tausende wollen bloß die Regierung ärgern

Sydney - Kängurus, Koalas - Australien war schon immer ein bißchen anders, irgendwie besonders. Dass sich gerade hier nun ein ganzer Stamm an Jedi-Gläubigen gebildet hat, die an das heilige Laserschwert glauben, erscheint dennoch sehr außergewöhnlich. Das Statistische Amt in Australien geht allerdings nicht davon aus, dass wirklich alle 70.000 Menschen ernsthaft glauben, Jedi sei ihre Religion. Amtsleiter Chris Brennan glaubt, dass rund 50.000 sich einen Scherz erlaubt haben und 15.000 die Regierung ärgern wollten. Er schätzt, dass "nur" 5000 Australier Jedi allen Ernstes als Glauben haben.

Der Jedi-Boom begann, als Anfang des vergangenen Jahres im Internet Berichte darüber kursierten, dass Jedi als Religion anerkannt werde, wenn mehr als 10.000 Menschen dies zu ihrer Religion erklärten. Das Amt weist das allerdings zurück: Die Kriterien für eine Anerkennung gehe über die reinen Zahlen hinaus. So kann dann wohl auch nicht die Heilsarmee als Religion anerkannt werden, der immerhin 71.000 Australier ihren Glauben zusprachen.



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