Münsterland 900 Schweine erstickt - weil der Strom abgestellt wurde

Unbekannte sind in einen Schweinemast-Betrieb im Münsterland eingedrungen und haben die Stromversorgung unterbrochen. Laut Polizei töteten sie damit Hunderte Tiere. Der Hof gehört der Familie eines Abgeordneten.

Schweine (Symbolbild)
SPIEGEL TV

Schweine (Symbolbild)


Unbekannte sollen 900 Schweine in einem Mastbetrieb im westlichen Münsterland getötet haben. Die Täter hätten die Stromversorgung in dem Technikraum des Betriebes in Vreden unterbrochen. Damit wurde die Belüftung des Stalls ausgeschaltet, die für Mastschweine lebensnotwendig ist. 900 Tiere starben.

Schweinemastbetrieb in Vreden
DPA

Schweinemastbetrieb in Vreden

Nach Angaben der Polizei waren die unbekannten Täter in der Zeit zwischen Sonntagabend und Montagmorgen in das Gebäude eingebrochen. Wer die Täter waren und warum sie den Strom abgeschaltet haben, war zunächst unklar.

Der Besitzer schätzt den Schaden nach Polizeiangaben auf rund 100.000 Euro. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird in alle Richtungen ermittelt. Am Dienstag will sich laut Polizei die Besitzerfamilie an die Öffentlichkeit wenden.

Schweinehof gehört Familie von Bundestagsabgeordnetem

Der Betrieb wird von dem Sohn des CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring bewirtschaftet. Johannes Röring ist auch Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.

In der Vergangenheit hatte der Hof schon einmal für Aufsehen gesorgt: Der Familienbetrieb in Vreden soll gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben. Wie der SPIEGEL 2016 berichtete, hatte die Tierschutzorganisation Peta daraufhin Strafanzeige gestellt. Röring hatte die Vorwürfe damals bestritten.

kmy/dpa

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