Vulkan Kilauea Aschewolke zieht 3700 Kilometer zu den Marshallinseln

Eine Aschewolke des Vulkans Kilauea auf Hawaii hat die Tausende Kilometer entfernt liegenden Marshallinseln erreicht. Die Behörden warnen vor möglichen Gesundheitsproblemen.

REUTERS/ USGS

Der Ausbruch des Vulkans Kilauea hat weitreichende Folgen: Seine Aschewolke hat jetzt die Marshallinseln erreicht - und die liegen 3700 Kilometer von Hawaii entfernt.

Meteorologen warnten Einwohner mit Atemproblemen in dem Inselstaat, drinnen zu bleiben. Fluggesellschaften und Reedereien müssen sich auf eingeschränkte Sicht einstellen. Der Wetterdienst im US-Außengebiet Guam warnte, die Wolke aus vulkanischer Asche breite sich über das Inselgebiet Mikronesien im westlichen Pazifischen Ozean aus.

Der Kilauea auf Hawaii ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und war Anfang Mai erneut ausgebrochen. Rund 2000 Menschen auf der Insel des gleichnamigen US-Bundesstaates mussten bereits ihre Häuser verlassen. Wie das Nachrichtenportal Hawaii News berichtete, bedeckt die Lava inzwischen 970 Hektar Land.

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Vulkanausbruch auf Hawaii: Heiße Lava trifft kaltes Meer

Ende vergangener Woche bedrohten die Lavaflüsse auch ein Geothermiekraftwerk an der Südküste der Insel. Ein aktuelles Satellitenbild des Betreibers "Digital Globe" zeigt, wie die Lava sich auf das Kraftwerk Puna Geothermal Venture zubewegt.

Wissenschaftler befürchten, dass die Vulkanaktivität Vorbote eines starken Ausbruchs sein könnte. Ein solcher hatte die Insel Mitte der Zwanzigerjahre heimgesucht.

Video: Der unbekannte Vulkanausbruch - Katastrophen, die Geschichte machten

ZDF Enterprises

ala/AFP



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
Joshua Philgarlic 28.05.2018
1.
Tja, bei echtem "Qualitätsjournalismus" hätte man den Lesern jetzt noch auf einer Karte gezeigt, wo sich die Marshallinseln befinden. - - - - - - - - - - - Hm, muss man dem Leser alles abnehmen? Heutzutage, gerade im Internet, lässt sich so etwas doch ggf. mit ein, zwei Klicks mit Suchmaschinen erledigen... MfG Redaktion Forum
Sissy.Voss 28.05.2018
2. Davon ausgehend...
Zitat von Joshua PhilgarlicTja, bei echtem "Qualitätsjournalismus" hätte man den Lesern jetzt noch auf einer Karte gezeigt, wo sich die Marshallinseln befinden. - - - - - - - - - - - Hm, muss man dem Leser alles abnehmen? Heutzutage, gerade im Internet, lässt sich so etwas doch ggf. mit ein, zwei Klicks mit Suchmaschinen erledigen... MfG Redaktion Forum
Davon ausgehend, dass Journalismus eine Dienstleistung zur Information des Lesers ist, wäre das nicht abwegig. Die geäußerte Frage lässt weniger Dienstbereitschaft und Identifikation mit der Sicht des Lesers als Arroganz vermuten. Im Übrigen: die ein, zwei Klicks des Journalisten ersparen der Leserschaft in Summe mehrere zehntausend Klicks. MfG Sissy
c.m 28.05.2018
3. unpräzise
"Fluggesellschaften und Reedereien müssen sich auf eingeschränkte Sicht einstellen." Fliegen geht auch nachts ohne Sicht; zumindest bei den Fluggesellschaften geht es nicht um eingeschränkte Sicht, sondern darum dass das durchfliegen einer Aschewolke u.a. zu einem flameout der Triebwerke führen kann (siehe British-Airways-Flug 9).
mwroer 28.05.2018
4.
Zitat von Sissy.VossDavon ausgehend, dass Journalismus eine Dienstleistung zur Information des Lesers ist, wäre das nicht abwegig. Die geäußerte Frage lässt weniger Dienstbereitschaft und Identifikation mit der Sicht des Lesers als Arroganz vermuten. Im Übrigen: die ein, zwei Klicks des Journalisten ersparen der Leserschaft in Summe mehrere zehntausend Klicks. MfG Sissy
Ich werfe SPON ja oft genug mangelnde Recherche und Unsauberkeit vor aber in diesem Fall hat die Redaktion absolut Recht. Die Schlüsselinformation ist in diesem Fall dass die hawaiianischen Vulkane so aktiv sind, dass die Aschewolken mittlerweile auch mehrere tausend Kilometer entfernte Gebiete betreffen. Das es zufällig die Marshallinseln sind, ist eigentlich zweitranging und wer wissen will wo die liegen der kann in der Tat Google bemühen.
Ronald Dae 28.05.2018
5. Landkarten steht im Lexikon der Journaille einfach nicht drin
>>hätte man den Lesern jetzt noch auf einer Karte gezeigt, wo sich die Marshallinseln befinden Darum bettel ich schon seit Jahren bei SPON und Co., völlig vergeblich. Ist das mediengerecht?
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