Vulkanausbruch auf Hawaii "Dies ist keine Zeit für Sightseeing"

Glühende Lavafontänen, giftige Gase, sich öffnende Gesteinsspalten: Trotz des bedrohlichen Vulkanausbruchs auf Hawaii harren einige Anwohner am Rande des Kilauea aus.


Aus dem Kilauea-Vulkan auf Hawaii treten noch immer Lava und Gas aus. Die örtlichen Behörden riefen Anwohner auf, den Ort zu verlassen, da sich eine neue Gesteinsspalte geöffnet habe. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse an anderen Stellen an die Oberfläche treten. Laut Zivilschutzbehörde haben sich bereits zehn solcher Spalten aufgetan.

Ausgetretene Lavaströme haben bereits mehr als zwei Dutzend Gebäude im Wohngebiet Leilani Estates auf Hawaiis "Big Island" zerstört.

Doch das scheint einige Anwohner wenig zu schrecken: Greg Webber sagte der Zeitung "USA Today", er habe acht Häuser seiner Nachbarn in Flammen aufgehen sehen. Er selbst werde aber so lange bleiben, bis die Lava einen Zentimeter von seinem Haus entfernt sei. "Ich habe so etwas schon eine Million Mal erlebt." Sein Nachbar Greg Chunn sagt: "Wie könnte ich mich denn davon wegbewegen? So eine Erfahrung macht man einmal im Leben."

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Vulkanausbruch auf Hawaii: Lava, 70 Meter hoch

Auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe liegen gleich mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt. Auch Hobby-Vulkanologen wurden dringend aufgefordert, den Eruptionen fern zu bleiben: "Dies ist keine Zeit für Sightseeing", hieß es.

Die Eruption des Kilauea hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am 30. April begonnen. Am Donnerstag waren durch einen ersten Riss erstmals Lava, Rauch und Asche ausgetreten. Es gab mehrere Erdbeben, die leichtere Schäden an Straßen auf Big Island verursachten und vorübergehend für Stromausfälle sorgten. Insgesamt registrierte die Erdbebenwarte allein in 24 Stunden 477 Nachbeben.

Bereits am Donnerstag hatten etwa 1700 Menschen im Osten von Big Island auf Geheiß der Zivilschutzbehörde ihre Häuser verlassen. Die Anordnung bleibe weiter in Kraft, hieß es am Sonntag. Anwohner könnten sich aber bei Tage nähern und nach ihren Häusern schauen, sofern es die Verhältnisse zuließen.

ala/dpa



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