Katastrophenzustand Chile kämpft gegen schwere Waldbrände

In Chile wüten die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Die Regierung rief den Katastrophenzustand aus. Frankreich hat bereits Hilfe zugesagt.

Waldbrand in Hualañé in Südchile
REUTERS

Waldbrand in Hualañé in Südchile


Wegen schwerer Waldbrände im Zentrum von Chile haben die Behörden am Samstag den Katastrophenzustand ausgerufen. Mehr als 450 Quadratkilometer Fläche standen in der Region O'Higgins südlich der Hauptstadt Santiago in Flammen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Rund 200 Menschen seien aus dem Gebiet in Sicherheit gebracht worden.

Wie das chilenische Landwirtschaftsministerium auf seiner Webseite schreibt, ist landesweit sogar eine Fläche von knapp 1000 Quadratkilometern betroffen. Rund 70 Feuer seien unter Kontrolle, fast 40 Feuer würden noch bekämpft. In den Regionen O'Higgins, Metropolitana, Valparaíso und Maule sind die Brände dem Ministerium zufolge um ein Vielfaches schlimmer als in den vergangenen Jahren.

Nach Angaben der Behörden wurden Dutzende Häuser beschädigt, verletzt wurde bislang aber niemand. Agrarminister Carlos Furche sagte im Radio, die schweren Waldbrände seien "so etwas wie ein Erdbeben" für die Region. Präsidentin Michelle Bachelet rief den Katastrophenzustand aus, wodurch auch Soldaten in den Kampf gegen die Flammen geschickt werden können.

Auch für die Landwirtschaft wurde der Notfall ausgerufen. Frankreich, dessen Präsident François Hollande sich am Wochenende in Chile aufhielt, sagte dem Land Bachelets Worten zufolge Hilfen zu. Nach Angaben der Regierung fehlen derzeit vor allem Helikopter und Flugzeuge für die Löscheinsätze.

lov/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.