Nach Waldbränden Griechenland entlässt Feuerwehr- und Polizeichefs

Nach den Waldbränden in Griechenland hat die Regierung von Alexis Tsipras Konsequenzen gezogen und die Feuerwehr- und Polizeichefs des Landes entlassen. Sie werden durch ihre Stellvertreter ersetzt.

Waldbrand in der Nähe von Athen
DPA

Waldbrand in der Nähe von Athen


90 Menschen sind bei den verheerenden Bränden in Griechenland gestorben, die Regierung steht weiter massiv unter Druck. Nun hat sie die Chefs der Feuerwehr und Polizei entlassen.

Sie wurden durch ihre bisherigen Stellvertreter ersetzt, teilte das Büro des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras mit. Bereits am Freitag war der stellvertretende Innenminister, Nikos Toskas, zurückgetreten. Toskas, der für Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz zuständig war, erklärte, er könne angesichts der großen Opferzahl nicht weitermachen.

Am 23. Juli waren in der Umgebung der Hauptstadt Athen Waldbrände ausgebrochen, die sich rasend schnell ausbreiteten und unter anderem den Badeort Mati erreichten. Tausende Menschen haben ihre Häuser verloren. Die Justiz ermittelt. Die Opposition wirft der Regierung Versagen bei der Warnung der Bevölkerung und der Evakuierung der betroffenen Gebiete vor.

Die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Behörden waren auch deshalb in die Kritik geraten, weil tagelange Verwirrung um die exakte Zahl der Toten herrschte. Sie war zwischenzeitlich mit mehr als 90 angegeben worden, wurde später wieder auf 88 gesenkt. Am Wochenende erlagen zwei weitere Menschen ihren schweren Verletzungen. Mehrere Dutzend befinden sich noch im Krankenhaus, sieben von ihnen schweben in Lebensgefahr.

sen/dpa/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.