Waldbrände in Italien Tausend Menschen verlassen ihre Häuser

Schwere Waldbrände bringen Menschen im Nordwesten Italiens in Bedrängnis. Hunderte mussten sich in Sicherheit bringen, weil die Flammen immer näher an Wohngebiete heranrücken.

Feuerwehrleute in Mompantero im Susatal
Marco/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Feuerwehrleute in Mompantero im Susatal


Rund tausend Menschen haben im Nordwesten Italiens ihre Häuser und Wohnungen verlassen, weil in der Gegend schwere Waldbrände wüten. Am schlimmsten betroffen war das Susatal in Piemont mit den Orten Mompantero, Venaus und Susa, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Dort rückten die von starken Winden angefachten Flammen immer näher an Wohngebiete heran.

In der Gegend blieb die Situation auch in der Nacht noch kritisch. Unter anderem mussten knapp 200 Bewohner eines Seniorenheims in Sicherheit gebracht werden. Rund 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein Teil der Autobahn zum Mont-Cenis-Tunnel wurde gesperrt. Griechenland und Kroatien schickten je zwei Löschflugzeuge. Wegen der Windböen und starker Rauchentwicklung konnten diese jedoch streckenweise nicht eingesetzt werden.

Die Waldbrände gibt es in der Region schon seit mehreren Wochen. Als mögliche Ursachen werden Brandstiftung aber auch anhaltende Trockenheit vermutet. Der Umweltorganisation Verdi zufolge haben Waldbrände in Italien in diesem Jahr bereits mehr als 135.000 Hektar Land und damit dreimal so viel wie 2016 zerstört.

Im Sommer waren wegen der ungewöhnlich langen Trockenheit und hoher Temperaturen vor allem die Mitte und der Süden des Landes von Feuern betroffen.

fok/dpa/AFP



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