Madrid - Ein Mann und seine 15-jährige Tochter sind in Spanien ertrunken, als sie vor Waldbränden im Nordosten des Landes ins Meer flüchteten. Beim Löschen seines Hauses in Llers erlag ein Mann einem Herzinfarkt. Und ein Franzose, der mit seinem Auto unterwegs war, wurde auf einer Landstraße vom Feuer eingeschlossen und verbrannte. Vier Menschen sind wegen des Waldbrandes in der spanischen Region Katalonien gestorben.
Zudem seien mehr als 20 Menschen durch die Feuer nahe der Stadt La Jonquera an der Grenze zu Frankreich verletzt worden, teilte die katalanische Regionalregierung mit. Die Brände waren am Sonntagmittag nahe La Jonquera ausgebrochen und zerstörten bis zu 13.000 Hektar Land. Die Feuerwehr forderte Tausende Bewohner von neun Städten auf, zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Der Brand ist nach Angaben des katalanischen Innenministers Felip Puig der schlimmste in dem Gebiet seit 26 Jahren. Der Regierungschef Kataloniens, Artur Mas, sagte zu der möglichen Ursache, dass "total unvorsichtige" Fahrer Zigarettenkippen aus dem Autofenster geworfen hätten.
Über der Region standen hohe schwarze Rauchsäulen. 93 Teilnehmer eines Sommerlagers, darunter 74 Kinder, wurden auf einem Militärstützpunkt in Sicherheit gebracht. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden, ebenso wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn zwischen Spanien und Frankreich.
Auch in Frankreich rund um das Dorf Le Perthus in den Ausläufern der Pyrenäen wüteten am Sonntag Dutzende Brände. Sie konnten aber bis zum späten Sonntagabend unter Kontrolle gebracht werden.
ulz/aar/dpa/AFP
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