Waldbrand in Brandenburg War es Brandstiftung?

Die Großfeuer vor Berlin sind unter Kontrolle, aber noch nicht komplett gelöscht. Laut Brandenburgs Ministerpräsident Woidke gibt es Indizien, dass der Brand womöglich absichtlich gelegt worden ist.

Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)
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Waldbrand in Treuenbrietzen, Brandenburg (Foto vom 24.8.)


Beim Waldbrand südlich von Berlin scheint sich die Lage zunehmend zu entschärfen. "Es zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab", sagte der Sprecher des Brandenburgischen Innenministeriums, Lothar Wiegand, am Sonntag. "Wir sind aber noch nicht durch." Es seien noch 400 Einsatzkräfte dabei, Glutnester, die immer wieder aufloderten, zu löschen. "Es dampft noch überall", sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in der betroffenen Region in Treuenbrietzen.

Ein Panzer der Bundeswehr hatte zuvor Schneisen in den Wald gefahren, damit die Feuerwehrleute besser an die Glutherde herankommen. Man hoffe, in ein bis zwei Tagen den Einsatz abzuschließen, sagte Wiegand.

Vizelandrat Christian Stein (CDU) hatte zuvor gesagt: "Wir haben die Lage soweit im Griff." Das etwa 400 Hektar große Gebiet sei sicher eingekreist. Wegen vieler Glutnester könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden.

Brandstiftung? "Es gibt in der Tat Indizien"

Jetzt rückt die Ursachenforschung in den Fokus. Innenminister Karl-Heinz Schröter hatte bereits am Freitag den Verdacht geäußert, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. Denn die Brände, die am Donnerstag erst etwa fünf Hektar umfassten und sich dann rasend schnell auf 400 Hektar ausdehnten, waren an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. "Der Verdacht liegt nahe, dass es Brandstiftung war", sagte der SPD-Politiker der "Berliner Morgenpost". Am Samstag sprach der Innenminister dann von "weiteren Hinweisen", berichtete der rbb. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte dem rbb am Samstagabend: "Es gibt in der Tat Indizien."

Die Flammen müssen zunächst gelöscht sein, damit die Ermittler die Orte, wo sie zunächst wüteten, genau untersuchen könnten.

In der Nacht zu Sonntag traf Unterstützung von der Bundeswehr ein. Ein Pionierpanzer sollte Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, erklärte der Brandenburger Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Etwa 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch im Einsatz.

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Waldbrand in Brandenburg: Hunderte Hektar Wald in Flammen

Der Landkreis rechnete damit, dass der Großteil der Löscharbeiten am Montag beendet sein wird. Im Einsatz waren ehrenamtliche Kräfte von Feuerwehren, sie müssten am Montag wieder zu ihrer regulären Arbeit.

In der Nacht konnten alle Einwohner wieder in ihren Häusern schlafen. Der Kreis hob die Evakuierung von Klausdorf und Tiefenbrunnen am Abend auf. Der Ort Frohnsdorf war bereits am Freitagmittag wieder freigegeben worden. Um die 500 Menschen hatten ihre Häuser in den drei Dörfern südlich von Potsdam am Donnerstagabend verlassen müssen.

Ein Brand, der am Samstag auch in der Nähe von Beelitz etwas nördlich von Treuenbrietzen ausbrach, wurde rasch unter Kontrolle gebracht.

Video: Mit Kameras gegen Waldbrände

SPIEGEL ONLINE

wbr/dpa



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