Wassereinbruch in Waliser Mine Alle vier Bergmänner tot gefunden

Vier Bergleute sind in 90 Meter Tiefe in einer Mine in Wales verschüttet worden, ein Wassereinbruch versperrte jeden Weg in die Freiheit. Nach langer Suche haben die Einsatzkräfte inzwischen vier Leichen entdeckt.

Rettungskräfte in Wales: Die Hoffnung war vergebens
AP/South Wales Police

Rettungskräfte in Wales: Die Hoffnung war vergebens


London - Rettungskräfte haben am Freitag in einem überfluteten Kohlebergwerk in Wales den vierten verschütteten Bergmann tot aufgefunden. Damit ist klar: Es gab keine Überlebenden des Unglücks. Das erste Todesopfer sei in dem Hauptschacht des Stollens entdeckt worden, sagte Feuerwehrsprecher Chris Margetts. Den zweiten Kumpel hätten die Rettungskräfte an der Stelle gefunden, an der die Bergleute vor dem Unglück gearbeitet hätten.

Zu Beginn der Suchaktion hatten die Rettungskräfte noch Hoffnung gehabt, einige der vermissten Männer lebend zu finden - die Helfer hatten festgestellt, dass es noch Sauerstoff in der Mine gab. Der britische Premierminister David Cameron hatte den Rettungskräften jede Unterstützung für ihre Arbeit zugesagt. Später müsse sichergestellt werden, dass "wir verstehen, wie es zu dem Unglück kommen konnte und daraus lernen", sagte Cameron.

Ein Wassereinbruch in der kleinen Kohlegrube hatte am Donnerstag insgesamt sieben Bergleuten den Weg ins Freie versperrt. Drei Männer wurden unmittelbar darauf gerettet, vier blieben in der Grube gefangen. Die Ursache für die Überflutung ist bisher nicht bekannt. Die Einsatzkräfte konnten keinen Kontakt zu den Bergleuten herstellen.

hut/dpa/dapd

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