Wegen Turban: Australische Kneipe wirft Sikh-Gläubigen raus

Der Rauswurf eines Turban-Trägers hat einem Pub in Australien negative Schlagzeilen beschert, die Entschuldigung kam prompt: Gäste sollen in der Kneipe zwar keine Kopfbedeckungen tragen - "in diesem speziellen Fall" habe es sich aber um ein Versehen gehandelt.

Brisbane - Die Kneipe Royal English Hotel in Brisbane hat sich am Montag gezwungen gesehen, für einen Vorfall um Entschuldigung zu bitten. Zuvor hatte die Bar einen Turban-Träger aus ihren Räumlichkeiten hinausgeworfen - und damit für negative Schlagzeilen gesorgt.

Der Rauswurf sei ein "Versehen" gewesen, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma der Nachrichtenagentur Australian Associated Press. Die Kette habe zwar die Hauspolitik, ihre Gäste zu bitten, Kopfbedeckungen abzunehmen. Der Anhänger der Sikh-Religion, der wegen seines Turbans das Pub am Sonntag verlassen musste, hätte "in diesem speziellen Fall" allerdings nicht aufgefordert werden dürfen, seine Kopfbedeckung abzulegen.

Die indische Gemeinschaft in Australien nahm den Vorfall gelassen. Umesh Chandra, Präsident der Weltorganisation der Menschen indischen Ursprungs, sprach von einem "Einzelfall" in Australien. In dem Land dürften selbst gläubige Polizisten einen Turban tragen - dies werde auch respektiert.

wit/AFP

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