Falsche Leiche im Remstal Puppe ohne Kopf löst Großeinsatz aus


Nach einem vermeintlichen Leichenfund in Baden-Württemberg sind Polizei und Feuerwehr ausgerückt - und haben eine Puppe ohne Kopf entdeckt.

Ein Spaziergänger hatte den Notruf gewählt, weil er glaubte, einen toten Menschen am Rande der Rems bei Weinstadt entdeckt zu haben. Eine Polizeistreife fuhr daraufhin dorthin und hatte auch den Eindruck, dass dort ein kopfloser Mensch liege. Dass es sich um eine Puppe handelte, war demnach nicht erkennbar. "Sie sah eben aus wie eine menschliche Leiche", sagte ein Polizeisprecher.

Es sei schon düster gewesen. Zudem lag die Puppe den Angaben zufolge im Auslauf eines unzugänglichen Schachts und konnte nur von Weitem gesehen werden. Feuerwehrleute hätten schließlich den Schacht von einer anderen Seite geöffnet - und erst da konnte festgestellt werden, dass es sich um eine Puppe handelte.

"Wir wissen nicht, warum die Puppe da abgelegt wurde", sagte ein Sprecher. Fakt sei aber: "Sie war schon so präpariert, dass sie aussah wie eine Leiche." Die kopflose Figur trug ein gestreiftes Oberteil, Jeans - und lag mit gefesselten Beinen im Gras, wie auf einem Foto zu erkennen ist. Rote Flecken auf der Kleidung erinnern an Blut.

Möglicherweise sei die Puppe dort abgelegt worden, um jemanden zu erschrecken, sagte der Sprecher. Allerdings sei sie so versteckt gewesen, dass das eher unwahrscheinlich sei. "Es kann sein, dass sie da schon Wochen und Monate gelegen hat." Denkbar sei daher auch, dass sie bei einem Detektivspiel zum Einsatz gekommen sei.

"Wenn jemand Hinweise geben kann, woher die Puppe kommt, soll er sich melden." Auch die Ermittler schauen sie demnach noch einmal genau an. Der Sprecher sagte aber: "Den Aufwand wie bei einer echten Leiche betreiben wir nicht." Nachmachen solle das Ganze bitte niemand - immerhin seien deswegen zahlreiche Beamte im Einsatz gewesen, die keine echten Fälle bearbeiten konnten.

fok/dpa



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